Viele werden irgendwann schon einmal die „I’m a Mac – and I’m a PC“ – Werbespots von Apple gesehen haben, die lustig sind, auch ohne dass man sich groß anstrengen müsste, die Tatsache zu ignorieren, dass es sich eben doch um Werbung handelt. Hier ist der Spot zu dem eingebauten Backup-Programm „Time Machine“ (Quicktime-MOV), der ZidZ-Fans ein wenig schaudern lassen dürfte: Wenn so viele „andere Ichs“ aufeinander treffen, müsste da nicht das Raum-Zeit-Kontinuum zusammenbrechen?
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Archiv der Kategorie: Zeitreisen
H.G.Wells‘ Zeitmaschine „Goes Lego“
Diesmal kein DeLorean: Sieht aber richtig professionell aus, die Lego-Trickfilm-Kurzfassung (12:30 min) der „Zeitmaschine“, die sich auch visuell an den Film von George Pal anlehnt. Vielen Dank an GrandmasterA für den Link-Wink zu diesem Film von www.golego.de! (Ganz lustig nebenbei: Man beachte den letzten Satz der Figur „Filby“, die den Erzähler mimt, und schaue sich auch den Abspann bis zum Ende an: Einen „Blooper“ sowie einen Link zum Making-of gibt’s nämlich auch!)
UPDATE: Wilde Hühner ruinieren die Geburtstagskartenindustrie
Gerade im Netz nach einem lustigen Bild oder einer Karte für den Geburtstag einer Freundin gesucht und dabei auf folgendes gestoßen:
Birthday Cartoon | Savage Chickens – Cartoons on Sticky Notes by Doug Savage
Echt klasse: „Wie Zeitreisen das Firmenmodell für nachträgliche Geburtstagskarten ruinierten“
Nachtrag:
Hier gibts auch zwei BTTF-bezogene Hühnercartoons:
Barack to the Future (ja, das Wortspiel ist auch schon nicht mehr ganz frisch)
The Ghost of Christmas Back to the Future (frei nach Charles Dickens)
Ausgestorben
Wieder einmal ist es Zeit, nostalgisch zu werden ob der zahlreichen ausgestorbenen Arten… Nein, es geht nicht um irgendwelchen knuffigen Tierchen, die von der Evolution überholt oder auf irgend eine Weise vom Menschen plattgemacht wurden, sondern um die früher so beliebten und begehrten, aber heute kaum mehr in freien Wildbahn anzutreffenden Spezies ZX-81, Schwarzweißfernseher ohne Fernbedienung, Nadeldrucker (einige meiner Schüler können das Geräusch bestimmt inzwischen auch nachmachen 😉 ), oder die „Datasette“ – technische Dinosaurier also.
Zu sehen in dieser Galerie.
Nicht lustig? Doch!
Gestern im Nürnberger Comicladen gesehen: Ein Kapuzen-Sweater mit dem wunderbar skurrilen Aufdruck „Zeitpolizei – damit Sie auch gestern sicher sind“ einschließlich eines polizeiähnlichen „Schild“-Logos mit einer bemützten Ente (!) – zu bestellen auch direkt im „Nichtlustig-Shop“.
Dass es von Joscha Sauer einige Zeitreise-Cartoons gibt, wusste ich ja schon (vgl. Link-Liste unten), aber die Ente war mir neu. Gleich mal nachlesen: Sie wird wohl in Band 4 der gedruckten „Nicht lustig“-Cartoons eingeführt.
Die beiden Professoren gibt es übrigens ebenfalls als T-Shirt: „Zeitreisen werden Grammatik komplizierter gemacht haben“ stellen Sie mit Blick auf den Satz „Der Hund fing den Ball, der geworfen werden wird“ fest, der auf einer Tafel zu lesen ist. Das Shirt hab‘ ich mir schon im Sommer gekrallt, nachdem es sowohl zu meiner Zeitreise-Begeisterung als auch meinem Beruf (siehe hier) passt 😉
Eine Zeitmaschine hat der Shop dann auch noch im Programm, nämlich in der Funktion einer Eieruhr (gerade auch als Kombi-Angebot mit Buch 4 erhältlich).
Weitere Zeitreise-Cartoons von Joscha Sauer:
Weihnachtsgeschenk
Plutonium um 10:04 Uhr
Ich habe keinen Hund
Er hat angefangen!
…hängt in der Urzeit fest
Besser als ein Kühlschrank
Zeit-Touristen
Lemming aus der Zukunft
Killervirus
Große Knochen
Tasse Kaffee
R.I.P. Michael Crichton 1942-2008
Am bekanntesten war der Autor von gut recherchierten, provokanten Wissenschafts-Thrillern mit gelegentlichem Sci-Fi-Einschlag mit dem Dino-Epos „Jurassic Park“ geworden, dessen deutsche Fassung unter dem Titel „Dino Park“ erschien und die, wie ich mich aus meiner Schulzeit erinnere, in der Stadtbücherei eine lange Vorbestellungs-Liste hatte. Ich habe schon damals festgestellt, dass sich das Ganze wie ein Filmskript für Spielberg liest, und behielt Recht. Aber auch als Regisseur seiner eigenen Stories tat sich der Autor in seiner früheren Phase hervor; Sci-Fi-Fans ist hier vor allem „Westworld“ mit dem nicht minder legendären Yul Brynner als Vorläufer des „Terminator“ ein Begriff – ein Film, der einige Thematiken der „Jurassic Park“-Serie (und, interessanterweise, auch der bei Star-Trek-Autoren so beliebten Holodeck-Fehlfunktionen) vorwegnahm, denn auch hier ging es um einen außer Kontrolle geratenen, potentiell tödlichen Vergnügungspark. Zeitreise-Fans ist er auch durch seinen semi-historischen Roman „Timeline“, der größtenteils im mittelalterlichen Frankreich spielt, ein Begriff. Dieser wurde 2003 von Regielegende Richard Donner mit Gerald „Phantom der Oper“ Butler verfilmt, die wie üblich an einigen Stellen veränderte Filmfassung blieb aber hinter den Erwartungen zurück (eine interessante Fußnote hierzu: Der komplette Soundtrack von Jerry Goldsmith wurde durch einen von Brian Tyler ersetzt, die ursprüngliche Fassung ist aber ebenfalls auf CD erhältlich).
Der in Chicago geborene Michael Crichton, der 1969 seinen medizinischen Doktortitel von der Harvard-Universität erhalten hatte, erlag am 4. November 2008 im Alter von 66 Jahren einem Krebsleiden. Nachrufe kann man unter anderem beim Spiegel, der Zeit und der FAZ online lesen.
Artemis Fowls Zeitsprünge
Einige Zeit als Harry-Potter-Konkurrenz gehandelt (wegen der magischen Feenwelt nach irischem Vorbild, die darin vorkommt), hat sich die Artemis-Fowl-Reihe von Eoin (sprich: Owen) Colfer schon längst auf eingene Füße gestellt. Wer auf Fantasy mit einer Prise Humor steht wird von Colfer auf andere Weise als von Terry Pratchett, der ebenfalls in diese Kategorie fällt, sehr gut bedient. Die Kombination aus High-Tech und Zauberei ist eine der originellsten Einfälle, mir als altem Wortspieler gefallen natürlich auch sprachliche Bonbons wie die wunderschöne Abkürzung der unterirdischen (ja wirklich, nicht auf die Qualität der Ermittlungsarbeit bezogen) Polizeieinheit „LEPrecon“ („Lower Elements Police reconnaissance; ein Wortspiel mit „Leprechaun“). Fand ich den Band „The Opal Deception“ / „Die Rache“ gegenüber den Vorgängern etwas schwächer, ist Colfer mit dem letzten („The Lost Colony“ / „Die verlorene Kolonie“) wieder ein Highlight gelungen. Dass ich hier darüber schreibe, liegt an den Zeitreiseelementen, die zwar nicht der Hauptpunkt der Handlung sind, jedoch an mindestens zwei Schlüsselszenen ein Rolle spielen, deren letztere die klassische Paradox-Frage aufbringt, die sich aus der Veränderung der Vergangenheit ergibt. Ich will natürlich nicht zuviel verraten…
Dass der jetzt gerade herausgekommene neueste Band den Titel „The Time Paradox“ trägt, macht natürlich umso neugieriger…
Zeitreise aus privaten Gründen – UPDATE: Film von Spike Lee in Arbeit
Ein Beitrag, der aus aktuellem Anlass mal wieder nach oben geholt werden muss: Wie zu erfahren ist, macht Spike Lee ein Biopic aus dem Stoff!
Er meint es wirklich ernst: Ronald L. Mallett, Professor für Theoretische Physik an der University of Connecticut, will mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit reisen und seinen toten Vater besuchen. Im vergangenen Jahr erschien sein Buch „Time Traveler: A Scientist’s Personal Mission to Make Time Travel a Reality“. Erschüttert vom plötzlichen Tod seines Vaters und beeinflusst durch eine Comicfassung von H.G. Wells‘ „Die Zeitmaschine“ beschloss er als Elfjähriger, eine Zeitmaschine zu bauen. Mehr als 40 Jahre lang prüfte er – im Geheimen, um seine wissenschaftliche Karriere nicht zu gefährden – Möglichkeiten von Zeitreisen, bevor er eine seiner Meinung nach praktikable Idee veröffentlichte: Ein zirkulierender Laserstrahl soll die Raumzeit derart krümmen, dass eine geschlossene Zeitschleife entsteht. Der Nachteil: Man wird mit dieser Methode vermutlich nur bis zu dem Punkt in die Vergangenheit zurückreisen können, an dem die Schleife gestartet wurde…
Danke an Java für den Link-Wink und den Medienboten für das Update!
R.I.P. George Carlin (12.05.1937- 22.06.2008)
Auch die Gemeinde der Zeitreisenden dürfte es interessieren: George Carlin alias „Rufus“, der Bill & Ted mit der Zeitreise – Telefonzelle bei ihrem geschichtsträchtigen Referat half, ist am Sonntag verstorben. Die Welt wird ärmer sein ohne ihn, dem sie u.a. auch die offizielle Liste der in den amerikanischen Medien absolut verbotenen Wörter verdankt…
Garfield wünscht sich eine Zeitmaschine
Als Katzenliebhaber habe ich mich mal auf die Mailingliste mit täglichen Garfield-Comics (auf Englisch) setzen lassen, obwohl es natürlich kommerziell und damit leider nicht werbefrei ist. Im gestrigen Comic (genau genommen schon seit einiger Zeit) hat Garfield das Gefühl, er würde langsam alt… und eben diesen Geburtstagswunsch, der leider noch unerfüllbar bleiben muss:
www.arcamax.com/garfield/s-359407-991230
Es gibt bei Arcamax übrigens noch andere bekannte Comic-Strips, die man sich täglich ins Postfach flattern lassen kann, die alternativ angebotene spanische Sprachfassung wäre vielleicht auch zu Lernzwecken zu gebrauchen 😉
