Thomas Höhls neues Blog

Nachdem ich mich selbst gerade riesig drüber freue, sei mir gestattet, nicht nur einen Eintrag in die Blogroll sondern auch einen expliziten Hinweis hier zu schreiben: Der bekannte Buch– und SpaceView-Autor Thomas Höhl bloggt nach längerer Pause wieder (einige werden sich vielleicht an sein aufgegebenes Blog auf „Phantastische Welten / sftv“ erinnern)! Obwohl wir nur sporadischen Kontakt pflegen, ist Thomas wohl eine meiner ältesten Internetbekanntschaften aus der Mitte der 90er Jahre – Zeiten, wo ich mich noch vom Amiga bzw. vom Uni-Computer aus auf FIDO- und Usenet-Gruppen (in diesem Fall zum Thema „Quantum Leap – Zurück in die Vergangenheit“) herumgetrieben habe.

Eine Prophezeihung aus „2010“

2010beijing082001 wurde über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 abgestimmt, die bekanntlich nach Peking (heutzutage oft „Beijing“ genannt) gingen. Wie zum Geier kann es sein, dass bereits im bekannten Peter-Hyams-Film von 1984, der im Jahre 2010 spielt und auch so heißt (Untertitel „Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“), in einem Kinderzimmer ein Poster mit Sportmotiv – dargestellt wird eine olympische (?) Laufdisziplin oder Weitsprung – und der Bildunterschrift „Beijing 08“ hängt? Unheimlich.

Kein Tippfehler: „A Leap To Di For“

So heißt ein Fanfilm zur Serie „Quantum Leap“, bei uns bekannt als „Zurück in die Vergangenheit“. Ende März war die Premiere auf der „Leapback“-Convention, seit dem 21. April – leicht verspätet – gibt es den Film vollständig im Netz (hier sind zunächst zwei beeindruckende Trailer verfügbar; um an das ganze Video zu kommen, kann man hier zwischen zwei Größen wählen). Nachdem ich quasi schon verraten habe, dass es sich bei dem Titel um ein beabsichtigtes Wortspiel handelt*, dürfte klar sein, welches in der Vergangenheit falsch gelaufene Ereignis Sam diesmal richten soll…

* Seufz, die wortspielerischen Titel vieler amerikanischer Serienepisoden gefallen mir immer soooo viel besser als ihre deutschen Pendants, deren Übersetzer  aus irgendeinem Grund die Verpflichtung verspüren, etwas über den Inhalt aussagen zu müssen: „Back to Back to Back to the Future“ bei Farscape wird z.B. auf Deutsch mit dem langweiligen „Gefährliche Besucher an Bord“ wiedergegeben. Die Star-Trek-Episoden, die zudem öfters mal irgend einen außerirdischen Planeten oder Namen nennen mussten, von dem in den meisten Originaltiteln keineswegs die Rede war, damit es mehr nach Science Fiction klang („Notlandung auf Galileo 7“, „Kurs auf Markus 12“, „Talos IV – Tabu“, „Tödliche Spiele auf Gothos“, „Kampf um Organia“, „Das Gesetz der Edo“, „Die Schlacht um Maxia“, „Tosk, der Gejagte“, „Der Gott der Mintakaner“, „Chula – Das Spiel“, „Mulliboks Mond“, „Zwei Tage auf Risa“ etc. etc. etc.) , sind schon legendär…

Wiedergefunden: US-Wahlwerbung 2004 (alternativ)

beckett-calavicci_04Wieder ‚mal ein Beispiel dafür, dass „WWW“ auch für „Was Wäre Wenn…?“ stehen kann: Als damals die Wiederwahl von George „Dubya“ Bush anstand, habe ich mir als Vertreter der Gegenseite spaßeshalber dieses T-Shirt- bzw. Aufkleber-Motiv gebastelt (dann aber doch nicht drucken lassen – schade eigentlich). Hätte damals gut ins Blog gepasst, das gab’s aber noch nicht – feiert aber am 22. März sein 3-Jähriges! Mal sehen, wie wir das angemessen feiern 😎

(Muss ich den Shirt-Spruch eigentlich erklären?)

Michael J. Fox, unheilbarer Optimist

Michael J. Fox, der seit über zehn Jahren an Parkinson leidet, hat eine Fernseh-Show über Optimismus gedreht. Die einstündige Sendung mit dem Titel „Michael J. Fox: Abenteuer eines unheilbaren Optimisten“ soll Anfang Mai in den USA ausgestrahlt werden, berichtete der Internetdienst „E!Online“. Fox reiste auf der Suche nach dem Rezept für Glück und Zufriedenheit mit einem Kamerateam quer durch die Welt. Er berichtet über seine eigenen Erfahrungen mit prominenten Freunden, gewöhnlichen Leuten, Familie und kranken Menschen.
Die letzten zehn Jahre, die er mit seiner Privatstiftung der Erforschung von Parkinson gewidmet habe, beschreibt Fox als die glücklichste Zeit seines Lebens. „Für all das, was die Krankheit mir genommen hat, habe ich etwas Wertvolleres zurückbekommen“, versichert Fox.
www.ln-online.de/unterhaltung/2556937 (gekürzt) – wie so oft mit Dank an den Medienboten für den Link-Wink!
P.S.: Michael J. Fox‘ neuestes Buch mit gleichem Titel ist bereits (auf Englisch) bei Amazon bestellbar, und zwar zu einem – für eine gebundene Ausgabe! – sehr günstigen Preis, wie ich finde..

Adam ’84: Die Lada-Zeitmaschine kehrt zurück

Unter dem Titel „Die Besucher“ respektive „Expedition Adam ’84“ lief in den 80er Jahren eine tschechische Fernsehserie in beiden deutschen Staaten, die auf einem Buch von Ota Hofman beruhte. Dort ging es – um es einmal möglichst „spoilerfrei“ zu formulieren – um die Rettung der Zukunft mit Hilfe verschollenen Wissens aus der Vergangenheit, wozu ein Team von Wissenschaftlern in eben diese geschickt wurde. Die Zeitmaschine wurde dabei als ein Fahrzeug vom Typ Lada Niva getarnt, wobei „getarnt“ im Gegensatz zum auffällig umgerüsteten DeLorean tatsächlich zutraf – man sah es dem Auto nicht an, was in ihm steckte. Die Motivation war dabei die gleiche wie bei ZidZ: Es ergibt mehr Sinn, eine Zeitmaschine mobil zu gestalten, als in der Zielzeit einen sperrigen Kasten in einer ungünstigen Gegend herumstehen lassen zu müssen.
Nach langer Wartezeit und der Veröffentlichung vieler, vieler Serien aus meiner Kinder- und Jugendzeit ist es endlich soweit: „Die Besucher“ erscheint am 22. Mai 2009 auf DVD, was ich mir schon bei Erscheinen meiner anderen damaligen Lieblings-, weil Zeitreiseserie, „Unterwegs nach Atlantis“ gewünscht hatte.

H.G.Wells‘ Zeitmaschine „Goes Lego“

Diesmal kein DeLorean: Sieht aber richtig professionell aus, die Lego-Trickfilm-Kurzfassung (12:30 min) der „Zeitmaschine“, die sich auch visuell an den Film von George Pal anlehnt. Vielen Dank an GrandmasterA für den Link-Wink zu diesem Film von www.golego.de! (Ganz lustig nebenbei: Man beachte den letzten Satz der Figur „Filby“, die den Erzähler mimt, und schaue sich auch den Abspann bis zum Ende an: Einen „Blooper“ sowie einen Link zum Making-of gibt’s nämlich auch!)

Trilogie-O-Meter

Ja, es heißt Trilogie, nicht Triologie! Davon abgesehen, dass nicht alle Filme, die dort bewertet werden, heute noch Trilogiestatus besitzen, ist es schon mal interessant, eine graphische Repräsentation davon zu sehen, wie unterschiedlicher Meinung man über Fortsetzungen sein kann. „Mal Sehen“ von den Fünf Filmfreunden stellt seine Meinung der von Dan Meth gegenüber – wobei anzumerken ist, dass ich in der Tat niemanden kenne, der Zurück in die Zukunft Teil 3 nicht tatsächlich niedriger bewertet hätte als die beiden anderen, wie das auch hier in beiden Fällen ist.

R.I.P. Michael Crichton 1942-2008

Am bekanntesten war der Autor von gut recherchierten, provokanten Wissenschafts-Thrillern mit gelegentlichem Sci-Fi-Einschlag mit dem Dino-Epos „Jurassic Park“ geworden, dessen deutsche Fassung unter dem Titel „Dino Park“ erschien und die, wie ich mich aus meiner Schulzeit erinnere, in der Stadtbücherei eine lange Vorbestellungs-Liste hatte. Ich habe schon damals festgestellt, dass sich das Ganze wie ein Filmskript für Spielberg liest, und behielt Recht. Aber auch als Regisseur seiner eigenen Stories tat sich der Autor in seiner früheren Phase hervor; Sci-Fi-Fans ist hier vor allem „Westworld“ mit dem nicht minder legendären Yul Brynner als Vorläufer des „Terminator“ ein Begriff – ein Film, der einige Thematiken der „Jurassic Park“-Serie (und, interessanterweise, auch der bei Star-Trek-Autoren so beliebten Holodeck-Fehlfunktionen) vorwegnahm, denn auch hier ging es um einen außer Kontrolle geratenen, potentiell tödlichen Vergnügungspark. Zeitreise-Fans ist er auch durch seinen semi-historischen Roman „Timeline“, der größtenteils im mittelalterlichen Frankreich spielt, ein Begriff. Dieser wurde 2003 von Regielegende Richard Donner mit Gerald „Phantom der Oper“ Butler verfilmt, die wie üblich an einigen Stellen veränderte Filmfassung blieb aber hinter den Erwartungen zurück (eine interessante Fußnote hierzu: Der komplette Soundtrack von Jerry Goldsmith wurde durch einen von Brian Tyler ersetzt, die ursprüngliche Fassung ist aber ebenfalls auf CD erhältlich).

Der in Chicago geborene Michael Crichton, der 1969 seinen medizinischen Doktortitel von der Harvard-Universität erhalten hatte, erlag am 4. November 2008 im Alter von 66 Jahren einem Krebsleiden. Nachrufe kann man unter anderem beim Spiegel, der Zeit und der FAZ online lesen.

UPDATE: Unglaubliches auf DVD

Die EMS GmbH bringt brachte im August einen 1. Teil der 1. Staffel von Steven Spielbergs „Unglaublichen Geschichten“ (eine entfernte Verwandte der Twilight Zone) auf DVD heraus. Warum das für ZidZ-Fans interessant ist? Naja, wegen Produzent Spielberg sowieso, noch dazu wegen Robert Zemeckis, der auch ab und zu bei einer Episode Regie führen durfte. Und dann noch wegen der Tatsache, dass in der 2. Staffel, die hoffentlich bald nachgeschoben wird, auch Christopher Lloyd in einer Zemeckis-Episode einen Gastauftritt als „Head of the Class“ in der Episode, die im Deutschen „Der ungeliebte Lehrer“ heißt, absolviert. Ach ja, und nebenbei auch noch wegen Casey „3-D“ Siemaszko aus Biffs Gang. Dass die Stories größtenteils genial sind und auch noch mehr Top-Schauspieler und -Regisseure involviert waren, brauche ich fast gar nicht erwähnen… Ich freu mich riesig auf diese Boxen!

UPDATE: Der 2. Teil der 1. Staffel ist seit 20. November im Handel. Achtung: Das ist also noch nicht die oben erwähnte 2. Staffel!