„Ich brauche deine Lederjacke, deine Stiefel und dein Hoverboard.“

Bei b3ta.com gibt’s gerade einen Photoshop-Wettbewerb rund um Filmposter-Remixes, vielmehr „mashups“, also in diesem Fall die Vermischung verschiedener Filme und ihrer Postermotive. Auch ZidZ/BTTF ist (fast schon unvermeidlich) dabei, nämlich auf Seite 14 mit einem „Terminator 2“-Verschnitt:
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Die Vermischung von „…und täglich grüßt das Murmeltier“ und ZidZ auf Seite 22 ist nicht mehr ganz so gelungen, obwohl es sich – wiederum – natürlich angeboten hat:
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Yellow Submarine 3D

Wie ich gerade bei den 5 Filmfreunden lese, soll ZidZ-Regisseur Robert Zemeckis – der ja inzwischen Erfahrung mit 3D-Motion-Capture-Filmen hat („Der Polarexpress“, „Beowulf“ und die noch nicht veröffentlichte Dickens’sche Weihnachtsgeschichte – sich als nächstes den psychedelischen Beatles-Animationsfilm „Yellow Submarine“ vornehmen. Hab‘ ich nicht so den Draht zu, aber „Renington Steele“ meint: „OH F*CKING NOEZ!!“

R.I.P. Patrick Swayze 1952-2009

Swayze_DarkoAuch das Hill Valley Blog trauert um diese (unter anderem) Ikone der 80er – obgleich ich seinem größten Erfolg „Dirty Dancing“ wegen des Soundtracks maximal mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe – ein Zimmerkollege im Internat, dem man schwer widersprechen konnte, musste das Zeug immer wieder zum Einschlafen laufen haben & ich bin diesbezüglich echt übersättigt – wird er mir fehlen. Zuletzt habe ich ihn vor gar nicht allzu langer Zeit in „11:14“ (auf Blu-Ray) gesehen; auch in einem Zeitreisefilm – dem Kultstreifen „Donnie Darko“ nämlich – hatte er eine Rolle und passt also auch in diesem Sinne ins Blog. Mit der Figur (siehe Foto) ließ der Regisseur Swayze allerdings in gewisser Weise mit seinem Charme-Image spielen und sie entpuppte sich (ich hoffe, ich darf das schreiben, ohne als „Spoiler“ zu gelten) als ziemlich schmieriger Charakter…

„Schwerstarbeit“ – exklusives Interview mit Ernst Jacobi

EJacobiVon Schlöndorffs „Blechtrommel“ bis zum – übrigens in meiner Lieblingsstadt Bamberg gedrehten – „Sams in Gefahr“, um nur einmal auf Filmrollen einzugehen: Man müsste schon die letzten Jahrzehnte auf der sprichwörtlichen Insel ohne Medienanschluss verbracht haben, um Ernst Jacobi nicht zu hören oder zu sehen (und sei es nur „unbeabsichtigt“). Nun hat sich der bekannte Schauspieler und Synchronsprecher, „geb. ’33“ (so der Titel seiner Jugenderinnerungen) und Wahl-Münchner, wie bereits im vorigen Blogbeitrag angekündigt, für ein kleines Fax-/E-Mail-Interview mit dem Hill Valley Blog über seine Synchronarbeit an ZidZ 1 zur Verfügung gestellt und damit eine von manchen Fans als schmerzlich empfundene Informationslücke geschlossen. Immerhin ist vielen inzwischen bekannt, dass Ernst Jacobi die Wahrnehmung der Rolle von „Doc Brown“ in der deutschen Öffentlichkeit mit seiner Stimme maßgeblich geprägt hat – in Teil 2 und 3 übernahm dann ja Lutz Mackensy, mit dem Andreas von zidz.com und ich bereits im Interview das Vergnügen hatten, diese „Schwerstarbeit“ (Zitat E. Jacobi) und drückte dem Doc seinen markanten Stempel auf.
Hier nun das neue Interview (PDF-Format) – viel Vergnügen beim Lesen und noch einmal tausend Dank an Herrn Jacobi!
Eine „offizielle“ Kurzbiografie findet ihr übrigens auf der Seite seines Managers Marc Rosenberg, dem ich auf diesem Wege auch noch ein mal sehr herzlich für die Herstellung des Kontakts und die freundliche Zusammenarbeit danken möchte.
Nachtrag: Ein sehr schönes Gespräch mit Ernst Jacobi gibt es bei BR alpha – hier klicken, um es herunterzuladen (PDF)!

Eure Fragen an den ersten „Doc“

Das ist ja fast wie bei Dr. Who… Wie einige Fans wissen, gab es vor der markanten Synchronstimme Lutz Mackensys im ersten Teil einen anderen „Doc“. Über die Karriere Ernst Jacobis ist eine Menge bekannt; mir ist allerdings aufgefallen, dass es noch kein ZidZ-bezügliches Interview mit dem Mann gibt, über den sein Nachfolger im Interview sagt:
Ernst Jacobi war hervorragend, er war sehr sehr gut – ich habe es mir angesehen und er war wirklich fantastisch, und er sollte es auch weitermachen, aber er wollte nicht! Es war ihm zu anstrengend, er hat gesagt „Nee, Kinder, so schwer muss ich mein Geld nicht verdienen, ich denke nicht daran“, und er hat gesagt, „Nö, ich steige aus“. Da haben sie händeringend einen Neuen gesucht, denn sie wussten ja nicht weiter…
Ob das stimmt und noch einige andere Dinge können wir in einem kleinen Interview herausfinden, das mir Ernst Jacobis Management heute zugesagt hat. UPDATE: Hier klicken für die „offizielle“ Fragenliste, die ich Ernst Jacobi inzwischen habe zukommen lassen!

R.I.P. John Hughes 1950-2009

hughesAls Regisseur von „Der Frühstücksclub“ (The Breakfast Club – 1985), „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ (Weird Science – 1985) und „Ferris macht blau“ (Ferris Bueller’s Day Off – 1986) kennt ihn jedes Kind der 80’er – auch an Lea „Lorraine“ Thompsons Film „Ist sie nicht wunderbar?“ (Some Kind of Wonderful – 1987) wirkte er als Produzent mit; außerdem stehen „Kevin – allein zu Haus'“, die Zeitreisekomödie „Just Visiting – Mit Vollgas in die Zukunft“ (ein Remake von „Die Besucher“) und viele andere Filme auf seinem Lebenslauf als Drehbuchautor. Am 6. August 2009 verstarb John Hughes im Alter von nur 59 Jahren in Manhattan an einem Herzinfarkt. Auf dem Regiestuhl hatte er schon lange nicht mehr Platz genommen und auch sonst hat man seit ca. 2002 nicht mehr viel Neues von Hughes gehört / gesehen / gelesen; umso schlimmer schlagen diese nun sehr schlechten Neuigkeiten bei den Fans ein (und ich kenne kaum jemanden, der nicht zumindest einen von John Hughes‘ Filmen auf seiner persönlichen Liste derer, die die 80er prägten, stehen hat).

„Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu anhaltet und euch umseht, könntet ihr’s verpassen.“ (Ferris Bueller)

Transformers: Steelskin

Zum neuen Transformers-Film hier ein Link zu einem Bastelprojekt: Die Transformation (!) eines „Sideswipe“ in einen „Steelskin“, also einen DeLorean (mit Edelstahl-Haut, daher der Name – obwohl ich mir vorstellen kann, dass da auch ein Wortspiel mit „Rumpelstilzchen“, englisch „Rumplestiltskin“, drinsteckt…).
Hier geht’s auf die entsprechende Seite von John Spangler.

Unheimliches Tal

im Englischen „uncanny valley“ – laut Definition der Einbruch in der Akzeptanzkurve bei virtuellen Menschen – hat mich hier voll erwischt. Irgendwie bin ich’s und ich bin’s doch wieder nicht. (Vor allem meine Stimme klingt anders). Aber den Spaß, mal als Vulkanier aufzutreten, ohne dafür Stunden im Make-up-Stuhl verbringen zu müssen, ist es wert:

Create Your Own

Robert Zemeckis „feiert“ schon mal Weihnachten

Inzwischen gibt es eine erste Vorschau auf das neueste „Motion Capture“-Projekt in 3D des ZidZ-Regisseurs, in dem Jim Carrey gleich mehrere Hauptrollen (Ebenezer Scrooge sowie die berühmt-berüchtigten Weihnachtsgeister) übernehmen wird. Auch wenn ich „Beowulf“ und den „Polar Express“, die vom selben Regisseur mit dem gleichen Verfahren produziert wurden, nicht per se schlecht finde, ist es (wie auch bei den Fünf Filmfreunden festgestellt wird, wo man übrigens auch ein paar Interview-Schnipsel zum Film auf Englisch nachlesen kann) natürlich problematisch, dass auch der neue Film sich offenbar nicht ganz entscheiden kann, ob er bewusst einen Animations-Look oder computerisierten Realimus anstrebt… Wird trotzdem sehenswert sein, weil 1. die Technik definitiv Fortschritte gemacht hat, 2. ich auf Zemeckis‘ Kamerafahrten stehe und 3. die Story sowieso über jeden Zweifel erhaben ist – selbst die modernisierte Fassung mit Bill Murray („Scrooged“ / „Die Geister, die ich rief“) hat es für mich nicht geschafft, den Mythos komplett zu plätten, obwohl ich mich für den Film längere Zeit nicht erwärmen konnte (was ich inzwischen allerdings dem falschen Timing zuschreibe – ich war im Teenie-Alter einfach noch nicht reif dafür 😉 ).

Paradoxa, die das Universum zerstören? Ja, das kenn‘ ich…

jtrill2So, nachdem Paramount den offiziellen Kinostart einen Tag vorgezogen hat, war ich also am Mittwochabend im neuen „Star Trek“! In Coburg hat sich übrigens nur einer getraut, in Uniform zu erscheinen, ich selbst hatte immerhin meinen Next Generation Communicator angepinnt und mich – in Ermangelung meiner spitzen Ohren, die ich irgendwie verlegt haben muss – mal eben spaßeshalber mit ein paar Trill-Flecken geschminkt 😎 Eine Inhaltsangabe kann ich mir wohl sparen, nachdem über diesen Film naturgemäß ohnehin schon extrem viel geschrieben wurde / wird. Daher hier nur bunt gemischt ein paar der  Dinge, die mir – angenehm oder nicht ganz so – aufgefallen sind (Vorsicht, Spoiler!) :

– Siehe Überschrift: Ich konnte nicht umhin, es als ZidZ-Anspielung zu interpretieren, wenn der alte Spock dem jungen etwas von „Paradoxa, die das Universum zerstören können“ erzählt, die er dem jungen Kirk angedroht hat (unnötig, wie sich herausstellt), falls Spock seinem jüngeren Ich begegnen oder dieses auch nur von seiner Anwesenheit erfahren sollte…

– Intelligente und gleichzeitig doch wieder billige Lösung gegen Nörgler: Sämtliche Abweichungen von der bekannten, kanonischen Star-Trek-Geschichte, werden ganz einfach mit einem radikalen Eingriff in die Zeitlinie durch den Romulaneroberbösewicht erklärt. Schwer zu verkraften fand ich in dem Zusammenhang allerdings, dass mindestens ein ganzer Planet samt seiner Milliarden von Bewohnern endgültig zerstört wird (und zwar nicht irgendeiner, sondern Vulkan, der in den anderen Filmen und Serien prominente Rollen spielte, des öfteren besucht wurde etc.)…

– Die neue, alte Enterprise NCC-1701: Immer noch und immer wieder eines der ästhetischsten Schiffe der Filmgeschichte; wie hier die unvermeidlich moderne Technik mit den klassischen Designelementen aus der alten Serie verbunden wurde, empfinde ich eigentlich als recht angenehm (Uhuras Ohrstöpsel, der Schubhebel zum „Gasgeben“ uvm.)…

– Sulus Fehlstart beim ersten Flug der Enterprise könnte eine Anspielung auf die ST-Parodie „Galaxy Quest“ sein…

– Und auch sonst kommen mir ein paar Szenen irgendwie bekannt vor. Top: Der „Starship Troopers“-Bug auf Hoth, äh, Delta Vega. Fehlte nur noch Carpenters „Ding aus einer anderen Welt“ in der „Polar“-Station (oder war das etwa Scottys Sidekick?)…

– Die Chemie zwischen Dr. „Pille“ McCoy und Kirk stimmt von Anfang an, auch wenn die Slapstick-Elemente nicht jedermanns Sache sein dürften. Von Karl Urban hätte ich noch wesentlich mehr sehen wollen…

– Irgendwie hatte ich ja auf einen Gastauftritt von Scott „Quantum Leap“ Bakula als Captain Archer gehofft, woraus nichts wurde. Aber immerhin wird sein Beagle erwähnt, der als Testsubjekt für Scottys experimentelles Beamen unter Warpgeschwindigkeit herhalten musste. Ein etwas fieser Lacher: „Hat es funktioniert?“  –  „Das kann ich erst sagen, wenn er wieder auftaucht“…

– Ein ziemlich brutaler, aber immerhin nicht grafisch expliziter Tod eines Besatzungsmitglieds im roten Hemd (den hat Mami vergessen zu warnen, dass sowas IMMER passiert – aber was muss er auch so leichtsinnig mit dem Fallschirm sein) bei einer Außenmission darf natürlich nicht fehlen…

– Apropos rotes Hemd: auch die „neuen“ texturierten Uniformstoffe in den klassischen Farben (die Kommandoebene hat noch Gold statt später rot) wissen zu gefallen…

– Simon Pegg spielt den jungen Scotty wirklich super, aber seine deutsche Synchronstimme geht ja nun gar nicht – wenigstens die Spur eines Akzentes hätte man doch andeuten können…

– „Käptijn, Käptijn!“ – der junge Chekov ist in der Tat so nervig und leicht übereifrig, wie es die legendären Klischees dieser Figur verlangen, auch wenn ich nicht sicher bin, ob sich im Kino anwesende Russisch-Sprechende nicht nach einer Zeit ziemlich diskriminiert und veralbert gefühlt haben…

– Winona Ryder als Spocks menschliche Mutter Amanda Grayson hätte ich nun wirklich nicht mehr erkannt (anderen ging es ebenso); bei Bruce Greenwood (Christopher Pike) und Ben Cross (Sarek) dauerte es ein wenig, bis der Groschen fiel, woher ich die Gesichter kannte…

– Von Majel Barrett-Roddenberrys letzter Rolle als Schiffscomputer-Stimme bekommt man leider in der deutschen Synchro (wie üblich) nichts mit…

– Uhura und Spock knutschend im Aufzug, nein, auf dem Transporter-Pad??! Hmmm… Emotionaler Konflikt hin oder her, das braucht’s eigentlich nicht…

– War das jetzt Schleichwerbung oder nur ein Gag, weil das Geklimpere dermaßen nervt? Den modernisierten Nokia-Klingelton, den man bei Teenie-Kirks Autofahrt hört, gibt es jedenfalls bestimmt bald zum Runterladen…

– In einer Szene, in der Spock einen Emotionsanfall bekommt und Kirk auf der Brücke der Enterprise zu Boden würgt, sieht dieser wirklich wie der junge Shatner aus. Unheimlich!

Nachtrag: Thomas Höhl, auf dessen Urteil in Sachen „Trek“ ich immer sehr viel Wert lege, hat den Film ziemlich völlig verrissen, und ich glaube nicht, dass er der letzte Trek-Fan sein wird, der das tut. Ich für meinen Teil fand den Streifen wirklich nicht so übel – ich schließe mich da einfach der Sichtweise des Regisseurs (!) an, dass es sich bei all dem eben um eine parallele Zeitlinie handelt (wer den Schmetterlingseffekt kennt, kann sich denken, dass durch die Zerstörung der USS Kelvin nicht nur Kirks Charakterentwicklung verändert wurde), die dem ursprünglichen Mythos nicht schaden oder, um beim ursprünglichen Bild zu bleiben, das etablierte Star-Trek-Universum nicht so einfach durch irgendwelche Paradoxien zerstören kann. Auch wenn es schwer möglich scheint, weil es sich ja um einen „offiziellen“ und damit automatisch „kanonischen“ Star-Trek-Film handelt: Niemand ist gezwungen, zu akzeptieren, dass das jetzt tatsächlich die „wahre“ Vorgeschichte der bekannten und geliebten Figuren ist – es ist eben nur eine Möglichkeit… und davon abgesehen – auf eine Zeitreise mehr oder weniger, um das Ganze rückgängig zu machen, käme es dann auch nicht mehr an 😛 Ich sehe es jedenfalls nicht ein, mich groß drüber aufzuregen und in einer Art Parallelweltuntergangsstimmung alle Hoffnung fahren zu lassen. Eine solch immense Fangemeinde kann m. E. nicht dauerhaft von den Machern ignoriert werden: Wenn die Nachfrage da ist, werden auch wieder Filme und Serien in der „alten“ Zeitlinie mit „traditionellen“ Stoffen gemacht – die Hintertür hat man sich schließlich ganz explizit offengelassen…