Bastelorean

4. Dezember 2011

Erinnert ihr euch daran, dass es zur Erstveröffentlichung der Blu-rays eine Spezialausgabe mit DeLorean-Modell gab / geben sollte? Wegen Qualitätsmängeln wurde diese – zwar nicht sofort und überall, sodass noch einige Exemplare bei Sammlern landeten – gestrichen. Aber nicht vernichtet, so scheint es jetzt: Über www.digitalfernsehen.de wurde kürzlich vermeldet, dass bei Media-Dealer.de die Restbestände zu haben sind, die “mit etwas Kleber” wohl auch zu reparieren seien. Na dann! (Übrigens kostet der Spaß zur Zeit sogar weniger als die Standardausgabe…)

Ein Affe, der spricht

25. November 2011

Nein, hier geht es (noch) nicht um den neuen “Planet der Affen”; vielmehr ist diese Bezeichnung das, was die Kgenmar in den Menschen sehen. Die Kgenmar sind reptil-humanoide Wesen, die – so behaupten sie es zumindest immer wieder – von ihrer Gottheit, dem AbwĂ»n (Nominativ: das AbwĂ»n, übrigens auch das aramäische “Vater Unser”), auf die Erde gesandt wurden, um den Planeten und mit ihm die Menschheit, die sich und ihn durch Kriege und Umweltverschmutzung an den Rand des Kollaps gebracht hat, zu retten. “Das Herz des AbwĂ»n”, so der Titel des Debütromans von E.M. Jungmann, der eine weitere Entdeckung der epidu-Community darstellt, ist dabei zunächst die sprichwörtliche Schlangengrube: Mit grausamer Effizienz gehen die Kgenmar ihrer angeblichen Berufung nach, es gibt kaum ein menschliches “Fehl”-Verhalten, das nicht um irgendeine Ecke zur Todesstrafe führte, und die Menschen werden zwar nicht direkt versklavt, aber buchstäblich “an der kurzen Leine gehalten” (die Haustiermetapher wird schmerzlicher offenkundig, als die Protagonistin beim Abendessen einen Bissen Brot zugeworfen bekommt und die Fleischreste von einem Knochen nagen darf, die ihr “Herr” übrig gelassen hat). Der Leser begleitet die junge Ellen aus Dachnat-Kgenmar, die, wie es die Tradition verlangt, mit Einsetzen der Pubertät in die “Dienste” der Besatzer zu treten hat, auf einer “Reise” (vgl. Untertitel des Buches), die das Verhältnis zwischen Menschen und Kgenmar auf eine neue Ebene heben soll – unter anderem, indem sie zunächst widerwillig mit deren (zukünftigem) Anführer vermählt wird…
Die Autorin schafft hier erfolgreich eine neue Welt mit einer eigenen Sprache und Religion und fesselt den Leser durchaus mit einem gerüttelten Maß an Innovation, obwohl es natürlich mit jedem erscheinenden Fantasyroman schwieriger wird, nicht irgendwelche Anklänge an andere bekannte Werke zu wecken. So war meine erste Assoziation bei den die Menschen auf ihrem eigenen Planeten zur zweitklassigen Lebensform werden lassenden Kgenmar die Situation, die John Christopher in der bekannten Trilogie um die “Dreibeinigen Herrscher” beschreibt (die ihrerseits bekanntlich im Design an H.G. Wells’ Marsianer-Tripoden aus “Krieg der Welten” erinnern). Andere Passagen ließen mich an Frank Herberts “Wüstenplaneten” denken, insbesondere wenn die Autorin (im Glossar immerhin vorbildlich erklärte und in sich schlüssige) religiöse Vorstellungen der Kgenmar einfließen ließ; ich hätte mich zeitweise kaum gewundert, auch noch irgendwo den Begriff “Kwisatz Haderach” zu lesen…
Womit ich leider eher Schwierigkeiten hatte, war die Behandlung eben jener religiös-mystischen Gründe für die Besatzung der Erde durch die Kgenmar und der daraus resultierenden Philosophie. Den ganzen Beitrag lesen »

“Das ist ein schöner Katalog…”

19. November 2011

Die wenigsten Leser werden sich eines dieser Props leisten (können), auch wenn man daran denkt, wie die letzte Wohltätigkeitsauktion für die Michael J. Fox Foundation gelaufen ist, bei der es nicht einmal originale Turnschuhe des 2015er Marty zu ersteigern gab. Der Katalog der Stücke ist allerdings für Fans vor allem auch deswegen ein Leckerbissen, weil er einige Bilder / z.T. noch nicht in derart guter Auflösung frei erhältliche Scans beispielsweise von Posterentwürfen und Zeitungen (“Emmett Brown Committed” etc.) enthält. Hier geht’s zum Blogbeitrag von BTTF.com mit Link zum Auktionskatalog als PDF!

Trantor mächtig hilfsbereit oder: “Feuer und Flamme GmbH”

3. November 2011

“Kinder” der 80er und 90er, die im Zusammenhang mit ihrem Computerhobby auch die entsprechenden Zeitschriften des Markt & Technik – Verlages (“Happy Computer”, “64′er”) zur Kenntnis genommen haben, kamen an seinen Zeichnungen nicht vorbei – spätestens mit der legendären “Starkiller”-Reihe der Power Play, die lange Zeit neben “Space Rat” von Mathias Neumann DIE Definitionsmacht von Nerd-Humor darstellte. Rolf Boyke ist immer noch aktiv, auch wenn es besagte Zeitschriften nicht mehr gibt, und dank der Vermittlung eines guten Freundes und Comiczeichners hat sich mit einer mehr als nur signierten Fassung des Starkiller-Sammelbands jetzt ein Nerd-Traum für mich erfüllt: Von Boyke gezeichnet – und von Trantor abgefackelt. Seht selbst…

Hier geht’s zu Rolf Boykes Homepage und hier zu einer Sammlung seiner Werke bei ToonsUp! Ich bedanke mich bei “Boy” und “Java” aufs Allerschärfste für diese ganz persönliche “Zeitreise” :cool:
P.S. ZidZ-Bezug: In Bild 3 dieser Episode wird der Flux-Kompensator erwähnt…

Besuchen Sie Hill Valley!

26. Oktober 2011

Wem die Spielegrafik des berühmten Rathausplatzes nicht hochauflösend genug ist, wird sich bestimmt auf die Fertigstellung dieses Projekts freuen: Hill Valley 3D!

Zeitreise mit “Galileo”

13. Oktober 2011

Nein, weder Signore Galilei noch der europäische GPS-Konkurrent sind gemeint, sondern das ProSieben-Magazin:
Mit dem Smartphone in die Vergangenheit reisen – dazu lädt der Sender vom 17. bis 21. Oktober 2011 ein. Mit einer Kombination von Smartphone und TV können Abenteuerlustige im Rahmen einer Zeitreise Quizfragen beantworten und sich so mit anderen Mitspielern messen. Mitspielende können außerdem mit ihrem Smartphone Goldmünzen vom TV-Bildschirm einsammeln, um in der mittelalterlichen Standesordnung aufzusteigen – im Idealfall bis zum Burgherrn. Die dazu nötige “Zeitreise-App” für Smartphones gibt es ab 17. Oktober 2011 kostenfrei im App Store und Android Market: Einfach herunterladen, das Smartphone während der Sendung vor den Bildschirm halten und interaktiv mitspielen.

(gekürzte Pressemeldung)

Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte

4. Oktober 2011

Das “Sagenhafte Island” ist dieses Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse; in diesem Zusammenhang hatte blogg-dein-buch.de in letzter Zeit überdurchschnittlich viele isländische Werke im Angebot der zu rezensierenden Bücher. Eines davon hat mich – wie auch bei der letzten Runde – wegen des Themas “Zeitreise” natürlich besonders angesprochen; ich durfte inzwischen tatsächlich ein Rezensionsexemplar des Romans mit dem oben genannten Titel genauer unter die Lupe nehmen.
Hermann Stefánsson – von dem ich, nachdem ich im Gegensatz z.B. zu meiner Schwägerin, (noch) keinen speziellen Draht zu Island habe, ehrlich gesagt noch nichts gehört oder gelesen hatte – hat mit dem Roman GuðjĂłn Ă“lafssons Zeitreise als Laborratte 2008 offenbar bereits das dritte Buch herausgebracht, das von den Protagonisten GuðjĂłn Ă“lafsson und Helena erzählt. In diesem Roman hat GuðjĂłn nach einem Unfall – oder war es ein Überfall? – sein Gedächtnis und zunächst auch seine Sprachfähigkeit verloren. Nach und nach muss er sich sein Leben wieder erschließen. Seine Freundin Helena, in deren Perspektive regelmäßig gewechselt wird, kommt mit alledem nicht klar und zieht sich in ihrem Job als Übersetzerin aufs Land zurück wo eine krimiartige Nebenhandlung eröffnet wird, die sich erst um einiges später wieder etwas unmittelbarer mit GuðjĂłns Erzählfaden verknüpft. Er dagegen wird Teil (oder ist er es bereits geworden? Raum- und Zeitverwirrung greifen hier sehr leicht auf den Leser über…) eines bizarren Experiments, verbunden u.a. mit der umstrittenen Urknall-Forschung im Schweizer CERN-Labor, das schon einmal für einen Zeitreise- oder vielmehr “-Stillstand”-Roman (“42″ von Thomas Lehr) herhalten musste. Er erlebt dabei Visionen bzw. Erfahrungen und Erinnerungen aus Sicht von geschichtlichen Personen… bis in die Zeit Jesu Christi! Den ganzen Beitrag lesen »

Nicola Tesla to the Future

29. September 2011

Weiß jemand, ob’s in Deutschland auch schonmal solche coolen Konzerte gegeben hat / gibt? Teslaspulen, yay!

Daft DeLorean

25. September 2011

Eine sehr exotische Kombination: Harrison Krix hat Replikas der Daft-Punk-Helme gebaut und sich mit einem DeLorean ablichten lassen. Viel cooler wird’s wohl nicht… Klickt hier für das Fotoset!

NACHTRAG: Fast wäre mir entgangen, dass der Daft-Punk-Film “Interstella 5555″, im Prinzip ein Musikvideo zum gesamten Album “Discovery”, vom legendären Leiji Matsumoto (Toei-Studios – daher auch der nicht minder legendäre “Captain Future”-Stil) gerade frisch auf Blu-Ray erschienen ist. Eine Empfehlung für alle DP- aber eben auch CF-Fans!

Final Fantasy XIII-2: Zeitreisen als “elementares Feature”

17. September 2011

In einem Interview mit Motomu Toriyama, dem Game Director von FINAL FANTASY XIII-2, welches Anfang 2012 erscheinen soll, wird die Chronosphäre vorgestellt – ein elementares, neues Feature, das es dem Spieler ermöglicht, durch die Zeit zu reisen und so Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu beeinflussen. Einige interessante Auszüge:

“Die Chronosphäre ist ein neues Spielsystem, das wie ein Kompass für Zeitreisen funktioniert. Das Portal, das dem Spieler erlaubt, Gegenden und Zeitperioden als Reiseziele auszuwählen, funktioniert so ähnlich wie ein Startmenü (…) Der Spieler reist durch die Zeit, indem er frei zwischen allen Raumzeit-Standorten wählen kann, an denen Tore geöffnet wurden. Und obwohl diese Standorte in der Zukunft liegen, hat man die Option, die Zeit zurückzudrehen, so dass es möglich wird, viele verschiedene historische Möglichkeiten zu erleben.
(…) Die Chronosphäre teilt sich abhängig von den Entscheidungen des Spielers in mehrere verschiedene Pfade auf, und diese einzelnen Pfade ändern sich auch noch abhängig davon, was man tatsächlich tut. Man kann (…) Nebenmissionen erfüllen und die Zeit in jedem Bereich zurückdrehen, um mit allen Möglichkeiten zu spielen. (…) Die Abfolge von Bereichen, die mit der Chronosphäre zugänglich sind, wurde so strukturiert, dass alle Handlungen und Entscheidungen des Spielers das Gameplay beeinflussen. Gelegenheitsspieler können die Chronosphäre in ähnlicher Weise verwenden, wie sie eine Lieblingswebsite durchstöbern: Sie können quasi zwischen all den verschiedenen Programmen und Filmen wählen, die verfügbar sind. Es sind aber auch Elemente enthalten, die sich an die etwas hingebungsvolleren Spieler richten, indem sie ihnen durch die Erkundung aller verschiedenen Zeiten und Orte größere Spielherausforderungen stellen – um zusätzliche Geheimnisse zu entdecken, die auch die verschiedenen Enden enthalten, die in den verschiedenen Pfaden verborgen sind.
(…) Die Hauptcharaktere aus dem Originalspiel FINAL FANTASY XIII treten bei dieser Reise durch die Zeit in Erscheinung, deswegen werden wir ihnen in vielen verschiedenen Situationen und Aufmachungen begegnen. Ich bin mir sicher, dass die Fans des Originalspiels sich darauf freuen werden, sie wiederzusehen und zu sehen, wie sie sich über die Jahre verändert haben!
(…) Es wird möglich sein, die Zeit in allen Bereichen zurückzudrehen, die man besucht, und sie erneut zu spielen. Charakterlevel und Ausrüstung usw. werden mitgenommen, so dass es möglich sein wird, das Spiel so zu spielen, als wäre es ein „Neues Spiel plus“ für jedes Areal zu verschiedenen Zeiten. Es wird möglich sein, nachdem man das Spiel durchgespielt hat, das Spiel von Beginn an mit den hochgelevelten Charakteren zu spielen.”

Die Langfassung des Interviews gibt’s z.B. hier

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