Obwohl literarische Werke im Allgemeinen erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors copyright-frei werden (das wäre in diesem Fall im Jahr 2016), gibt es bei Project Gutenberg (hier die deutsche Abteilung) eine lizensierte englische (!) Hörbuchfassung dieses Klassikers von H.G. Wells zum als MP3s herunterladen. Vielleicht etwas, um sein Englisch ein wenig aufzufrischen?
Archiv der Kategorie: Zeitreisen
Spielbergs „Interstellar“
Wieder einmal etwas aus der Rubrik „Filmprojekte, die man im Auge behalten sollte“: Im Auftrag von Steven Spielberg und Paramount schreibt Jonathan Nolan, der Bruder von Regisseur Christopher Nolan, an einem Drehbuch über Phänomene aus dem Bereich der Relativitätstheorie, speziell die Forschungen des Physikers Kip S. Thorne. Dieser sollen die Existenz von (nicht nur in der Science Fiction oft postulierten) Wurmlöchern, die eine Art Abkürzung in Raum und Zeit zwischen weit entfernten Bereichen des Universums darstellen, nachweisen. Theoretisch (und in dem Film „Interstellar“) sollen mit Hilfe solcher Verbindungen auch für Menschen Zeitreisen möglich sein…
Nur ein Wort über Donnie Darko
Ansehen! 💡
Nein, wirklich. Habe gerade die Songs laufen gehabt und spontan beschlossen, den Film mal wieder anzusehen (Director’s Cut). Das Teil hat seinen Kultstatus nicht umsonst. Muss ich noch die unvermeidliche Anspielung auf ZidZ erwähnen?
Monnitoff: Die elementaren Prinzipien des Zeitreisens sind vorhanden. Du hast ein Fahrzeug und ein Portal. Das Transportmittel kann fast alles sein, wahrscheinlich aber ein Raumfahrzeug.
Donnie: Wie ein DeLorean?
Monnitoff: Wenn es nur aus Metall ist.
Donnie: Wissen sie, ich liebe diesen Film. Wie er gedreht ist. Er ist so … futuristisch.
Buchempfehlung: Replay – Das zweite Spiel
Gerade frage ich mich, warum ich an dieser Stelle nicht schon längst einmal etwas über mein absolutes Lieblingsbuch auf dem Zeitreisesektor geschrieben habe. Nun ja, eine Neuheit ist es nicht, andererseits ist so eine Buchempfehlung ohnehin im wahrsten Sinne des Wortes „zeitlos“. Den Titel „Replay“ – vielleicht bekannt durch das „R“-Zeichen bei (Zeitlupen-)Wiederholungen von Höhepunkten sportlicher Ereignisse im Fernsehen – nehme ich dabei so wörtlich, dass ich auch das Buch immer wieder mal lese – abwechselnd auf Deutsch und Englisch 
Was die Geschichte für mich besonders reizvoll macht: Sie verknüpft im Prinzip die Idee paralleler bzw. alternativer Universen mit Zeitreisen, indem sie den Protagonisten in kleiner werdenden Zeitschleifen einen Teil seines Lebens wieder und wieder neu durchmachen und verändern lässt. Jeff Winston nutzt das zunächst- wie naheliegend – zum Geldscheffeln aus und investiert nach Pferdewetten in moderne Technologien, besinnt sich dann aber auf immaterielle Werte. Auf dem Weg ein Stück begleitet wird er von Pamela Phillips – ebenfalls eine „Wiederholerin“ – auf die er bei einem „Neudurchlauf“ seines Lebens aufmerksam wird, weil sie mit den noch unbekannten Filmgenies Lucas und Spielberg einen Film produziert, den es in „seiner“ Fassung der Welt bis jetzt nicht gegeben hat. Der Versuch, mit „offizieller“ Hilfe etwas über die Gründe der Zeitschleife herauszufinden, endet allerdings in einem Desaster und wird nicht wiederholt. Auch der ebenso naheliegende Gedanke, Weltverbesserung à la Sam Beckett zu betreiben und z.B. die Ermordung Kennedys verhindern zu wollen, wird aufgegriffen (wäre das Buch nach 9-11 geschrieben, hätte Jeff vielleicht die Anschläge an jenem Tag zu verhindern versucht). Doch schließlich findet Jeff heraus, dass es um so etwas gar nicht geht…
Der Autor Ken Grimwood, der mit dem Buch ganz offensichtlichen Einfluss auf Filme wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ hatte und seinerseits wohl wiederum durch die Kurzgeschichte zum Film „12:01“ beeinflusst wurde, ist leider im Jahre 2003 verstorben, was umso bedauerlicher ist, als er gerade an einer Fortsetzung dieses fantastischen Romans arbeitete.
Flucht in die Zukunft ???
Die drei Fragezeichen in der Überschrift sind nicht zufällig dort gelandet: Auch wenn die vom Kosmos-Verlag gestartete Buchserie „Drei Fragezeichen Kids“ von einigen Fans abgelehnt und generell als „Non-Canon“ empfunden wird, hat dieser Titel meine Neugier geweckt: Dort stoßen die jüngeren Ichs von Justus (der dort tatsächlich noch so heißen darf), Peter und Bob nämlich auf die rätselhafte Zeitmaschine eines Erfinders namens John Smith (eine sehr bekannte Gestalt in der englischsprachigen Literatur und Geschichte, wie man nicht gänzlich ironiefrei anmerken muss). Wie die „Kids“ ermitteln, hat er sich offenbar versehentlich ins Jahr 1864 katapultiert und ihre Aufgabe ist es nun, die Maschine wieder zum Laufen zu bringen, um ihn zurückzuholen. Und dann taucht Mr.Zarkow von der Geheim-Organisation „Das Dritte Auge“ auf…
Eine kleine Anspielung auf ZidZ steckt auch in dem Buch: Wie Smith in seinem Tagebuch erklärt, darf vor seinem Selbstversuch mit der Maschine erst einmal sein Hund sie testen – und der heißt zwar nicht wie Docs Hund Einstein, aber immerhin Albert! 😆
Sicherlich ist die Schreibe eher kindgerecht und die Tatsache, dass die „Dr3i“ auch mal so jung und kindlich gewesen sein müssen, zunächst gewöhnungsbedürftig. Die Bücher dieser Reihe sind auch insgesamt knapper gehalten als ihre großen Vorbilder, wohl wegen der eingeschränkten Lesekenntnisse der Zielgruppe. Das bewirkt, dass man keine allzu große inhaltliche Tiefe erwarten kann. Aber mit dem „erwachsenen“ Maß darf ich dieses Buch ohnehin nicht messen, und so bleibt auf jeden Fall eine für Zeitreise-interessierte Leser unterhaltsame Handlung (neudeutsch: „Storyline“), die auch jungen Krimifans einige Rätsel aufgibt.
Nachtrag: Habe inzwischen auch die Hörfassung – ziemlich gut gemacht, obwohl nicht vom Originalteam. Seltsam allerdings: Die Stimmen wirken ganz und gar nicht jünger als die „normalen“ Drei Fragezeichen, was sie bei den „Kids“ doch wohl definitiv sollten…
Zeitreisen mit der Deutschen Bahn
Na fein, dann lohnt sich auch meine Bahncard wieder mehr! Wie diese Fotos (klicken zum Vergrößern) beweisen, bieten sowohl die DB als auch einer ihrer Mitbewerber neben den üblichen schienengebundenen Reisen im dreidimensionalen Raum jetzt auch Bahnfahrten durch die vierte Dimension an – und damit meine ich jetzt nicht den alten Witz mit „in einer Minute 60 Sekunden in die Zukunft reisen„. Zumindest der Anzeige nach scheinen die neuen Züge der Bahn(en) irgendwo einen Fluxkompensator eingebaut zu haben.
Danke an Lim_Dul und Wischmopp auf Spaß mit der Deutschen Bahn!
Affig
Nachdem ich die kurzlebige Fernsehserie zu den „Planet der Affen“-Filmen schon seit längerer Zeit als US-Import zu Hause stehen habe, bin ich heute eher zufällig auf die deutsche Edition gestoßen, die demnächst – angeblich exklusiv bei Amazon.de – im Rahmen einer Neuauflage zusammen mit den 5+1 Filmen in einer Box erscheinen wird (5+1 bedeutet in dem Fall, dass auch das Tim-Burton-Remake des ersten Teils dabei sein wird!). Ihr erratet nie, wie die die erste Folge genannt haben… Ich darf mal zitieren:
1. Zurück in die Zukunft (Escape from Tomorrow): Zwei Astronauten müssen mit ihrem Raumschiff auf der Erde notlanden. Sie stellen fest, dass sie 1.000 Jahre in die Zukunft gereist sind. Inzwischen kontrollieren Affen die Erde, die sich Menschen als Sklaven halten.
Vermutlich weil „Flucht aus der Zukunft“ mit einem anderen Film (bei dem übrigens Mary „Clara Clayton“ Steenburgen mitspielt!) hätte verwechselt werden können, hat man sich für diese „wesentlich eindeutigere“ Übersetzung entschieden. Aua.
Donald wieder auf Zeitreise
Einmal mehr gibt es im aktuellen Lustigen Taschenbuch eine Zeitreise-Geschichte: Diesmal stellt Donald, der sich ein Mittelalter-„Re-enactment“ gerne etwas realistischer wünscht, mit „Hilfe“ eines echten Zauberers aus dem Mittelalter fest, dass er es soooo realistisch gar nicht haben möchte. Die von Fecchi gezeichnete und Terry LaBan geschriebene Geschichte mit dem deutschen Titel „Unter Rittern!“ thematisiert eine Tatsache, die mir schon bei einigen Mittelalter-Festivals aufgefallen ist und die z.B. auch in Michael Crichtons Roman „Timeline“ zur Sprache kommt: Die Verklärung der Vergangenheit unter Vernachlässigung der dunklen Seiten, leider oft durch schiere Unkenntnis der teilnehmenden Laien (und ich behaupte durchaus nicht, ein Spezialist in Sachen Mittelalter zu sein) begründet… Doc Brown hat ja immerhin genug Realismus, um festzustellen, er wäre im Mittelalter wohl als Ketzer auf dem Scheiterhaufen gelandet.
Die Autofarm
Fast wie in einer Zeitmaschine dürften sich die Entdecker hier gefühlt haben – nur schade, dass kein DeLorean dabei war, aber absoluter Wahnsinn…
Da hat sich also jemand in Portugal eine seit 15 Jahren „leer“-stehende Farm gekauft (andere Quellen sprechen auch einfach von der Öffnung eines seit Ewigkeiten zugerosteten Lagerhauses) und folgendes gefunden: Hier klicken!
(Vorsicht, längere Ladezeit wegen der vielen Bilder!)
Gefunden bei „Irgendwas ist ja immer„.
Die Dr3i reisen durch die Zeit
Dass Oliver Rohrbeck alias Jupiter Jones (ehemals Justus Jonas), Jens Wawrczeck alias Peter Crenshaw (ehemals Shaw) und Andreas Fröhlich alias Bob Andrews (heißt immer noch so) sich in einem ihrer neuen Hörspiele mit Zeitreisen beschäftigen müssen, habe ich ja bereits berichtet. Auf der offiziellen Seite der Hörspielproduktion finden sich – nach eigenen Angaben „etwas andere“ – Interviews mit den „dr3i“ Hauptdarstellern, bei denen sie unter anderem folgende Frage beantworten:
Angenommen die Zeitmaschine von H.G. Wells würde tatsächlich existieren, in welche Zeit würdest reisen und was würdest du dort machen?
Mal davon abgesehen, dass ZidZ-Fans natürlich nicht nach H.G.Wells sondern Doc Brown gefragt hätten, ist das eine Frage, die auch hier zu diskutieren wäre. Mich beispielsweise würde es nicht primär zu bekannten geschichtlichen Ereignissen ziehen, sondern wohl eher zu interessanten Momenten in meinem eigenen Leben (und das nicht unbedingt, um sie zu verändern…) – Wie geht’s euch Lesern dabei?
Was Oliver, Jens und Andreas darauf & sonst noch so geantwortet haben, könnte ihr nachlesen, wenn ihr in diesem Satz auf ihre Namen klickt 🙂