Die Zukunft des Todes

Wer Uwe Posts Siegerbeitrag des William Voltz Award 2006 (ein Literaturwettbewerb für deutschsprachige Science Fiction) noch nicht kennt, verpasst wirklich eine extrem gut geschriebene SciFi-Kurzgeschichte mit einer der interessantesten Grundideen der letzten Zeit: Was, wenn auf „Internet-Friedhöfen“ nicht nur Nachrufe, sondern in der Tat die ganzen Persönlichkeiten der Verstorbenen gespeichert würden? Und was dann, wenn man sich kein „Premium“-Modell leisten kann? Ich habe die Geschichte seit damals in meinen Bookmarks und gerade heute mit großem Genuss mal wieder gelesen – und da fiel mir auf, dass ich sie im Blog noch nicht erwähnt habe. Wird Zeit!

2x P.S.: 2004 gewann die Geschichte mit dem schönen Titel „Die Zeitmaschine„. Bewusste Zeitmaschine ist diesmal tatsächlich – ein früher Drehbuchentwurf von ZidZ lässt grüßen – in einen Kühlschrank eingebaut… Ich hatte mich am 2005er Wettbewerb übrigens mit einer Robotergeschichte beteiligt, die – wenn auch nicht „Sieger-Material“ – zumindest insofern lesenswert ist, als sie vom Betreiber dieses Blogs stammt :mrgreen:

Mal wieder ein Hoverboard

Von JaVa auf dem französischen Comic-Blog „BouletCorp.com“ entdeckt: Die Autoren zeigen sich enttäuscht darüber, dass all die Voraussagen für das berühmte Jahr 2000 nicht eingetroffen sind – futuristische Gebäude, schwebende Fahrzeuge (inkl. eben dieser Hoverboards, gleich auf dem ersten Bild zu sehen), Kampfroboter, medizinischer Fortschritt (in Verbindung mit praktisch unbekleideten Frauen in Glas-Flüssigkeitscontainern…), Kontakt mit Außerirdischen, Arbeiten auf Raumstationen… Stattdessen: Handys unter Krebsverdacht, rollende Autos, die noch immer fossile Brennstoffe brauchen, Internet-P0rn und die Wiederentdeckung des Kinder-Tretrollers…

www.bouletcorp.com/blog/index.php?date=20080304

R.I.P. Arthur C. Clarke

Wie der Kollege Herr Rau bemerkt, ist in vielen anderen Blogs und auf vielen anderen Netzseiten schon viel zum Tode des legendären Science-Fiction-Autors Arthur C. Clarke geschrieben worden (der immerhin das Jahr 2001 noch erleben durfte, auch wenn es nicht ganz so wurde, wie er es sich vorgestellt hatte; von 2010, 2061 oder gar 3001 reden wir jetzt ‚mal gar nicht…). Interessant fand ich in diesem Zusammenhang die Erinnerung daran, dass nicht nur Isaac Asimov berühmte drei Gesetze in das Genre eingebracht hat, sondern auch Clarke (später auf ein viertes erweitert, wobei das dritte das am häufigsten zitierte bleibt) – Asimov überstrahlt das meist sehr stark. In Gedenken soll also hier dieses wichtige Vermächtnis wieder in Erinnerung gerufen werden:

1. Wenn ein angesehener aber älterer Wissenschaftler behauptet, etwas sei möglich, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, etwas sei unmöglich, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.
2. Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu auszuloten, ist es, ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen.
3. Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist nicht von Magie zu unterscheiden.
4. Für jeden Experten gibt es einen gleichwertigen oder entgegenstehenden Experten. (ergänzt 1999)

Jahresvorschau 2008

Statt des üblichen Rückblicks auf 2007 empfehle ich (passend zum Thema „Zeitreisen“ natürlich) folgenden Link, der z.B. die Zukunft von Vorratsdatenspeicherung und wachsendem Überwachungs- und Sicherheitswahn humoristisch vorzeichnet (die dort noch fiktiven Ideen des Herrn Schäuble erscheinen mir gar nicht so weit hergeholt – beunruhigend eigentlich! 😯 )

feynsinn.org/?p=682

Wollen mal hoffen, dass das dann schon das Schlimmste gewesen sein wird 😈

Die Zukunft in der Vergangenheit

Nein, es geht hier nicht um die grammatische Form des Futur II (ist ja hier auch nicht mein Lehrerblog), sondern wieder einmal um das, was in Fachkreisen als Retro-Futurismus bekannt ist. Nach einem interessanten Podcast vor einiger Zeit, über den ich auch kurz berichtet habe, greift die Netzwelt das Thema erneut auf und liefert ein paar schöne Links dazu – unter anderem zu den bei ZidZ-Fans so beliebten fliegenden Autos von Moller, von denen tatsächlich funktionierende Prototypen existieren, wenn auch in einer Preisklasse, die die eines DeLorean bei weitem sprengen.

GIF me the future

Okay, langsam gehen mir die Wortspielchen für die Überschriften aus, aber den einen Versuch möge man mir noch gönnen 😉 Im PixelMash Theater gibt’s doch tatsächlich Schlüsselszenen aus Aliens, Star Wars, Indiana Jones und eben auch ZidZ als handliche GIF-Animati0n zu bestaunen. Und damit meine ich nicht nur, dass jemand einfach die Filmbilder auf 256 Farben ‚runtergerechnet hat:

BTTF Anim-GIF

…mit Dank an den Abspannsitzenbleiber!

Agenda 2020 – wie werden wir leben?

Nach 2030 – Aufstand der Alten und 2057 – Unser Leben in der Zukunft beschäftigt sich die neueste Sendereihe im ZDF jetzt mit der noch unmittelbareren (möglichen) Zukunft. Dabei handelt es sich um Ergebnisse einer Ausschreibung („Das Kleine Fernsehspiel“) des ZDF, die Low-Budget-Produktionen von Anfängern bzw. Amateuren im Filmgeschäft fördern wollte. Bei NGC 6544 hat man sich ausführlich der Sendung angenommen, so dass ich heute einmal „faul“ sein darf und einfach dorthin verlinke.

Der Sendeplatz ist leider nicht optimal, wie auch die Kollegen enttäuscht und vorwurfsvoll feststellen: Jeweils in der Nacht von Montag auf Dienstag um Mitternacht laufen die einzelnen Beiträge – und ich ärgere mich gerade, dass ich somit schon die erste Folge verpasst habe: In „Auf Nummer sicher?“ taucht nämlich ein Zeitreisender auf, der vor den Gefahren der RFID-Technik warnt…

Ob es ein Podcast geben wird? Sieht im Moment ja nicht so aus. Vielleicht hat es ja jemand aufgenommen und kann die Aufnahme verleihen o.ä.? Meldung bitte per PM (webmaster AT hillvalley PUNKT de) oder Kommentar.

SCI FI: Neue Sendereihe mit Harald Lesch

Das dürfte was für die wissenschaftlich Interessierten sein, die schon immer mal die Antwort eines Spezialisten auf die Frage nach Zeitreisen haben wollten (aber auch das mit den fliegenden Autos kommt mir verdammt bekannt vor!):

Sci Fi, der Spartenkanal für Science-Fiction-Fans, setzt nach der Sondersendung „Star Trek: Science vs. Fiction“ zum 40-jährigen Star-Trek-Jubiläum im vergangenen Jahr seine Zusammenarbeit mit Professor Harald Lesch fort. In der am 29. April startenden Sendereihe „Sci Xpert – Leschs Universum“ sind die Zuschauer aufgefordert, Fragen zu Phänomenen der Science-Fiction einzureichen, die der Astrophysiker sonntags um 19.15 Uhr beantwortet, wie der Abo-Sender in München mitteilte. Dabei muss er sich kurz fassen, denn die Antworten dürfen nicht länger als fünf Minuten sein. „Eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Gerade dieser Aspekt macht das Format für mich so spannend“, sagte Lesch. In der Auftaktsendung beantwortet der Science-Fiction-Experte die Frage „Werden wir in der Zukunft mit Autos fliegen und in riesigen Wolkenkratzern wohnen?“. In den folgenden Wochen widmet er sich den Themen: „Wie realistisch ist es, Dinge oder Lebewesen unsichtbar zu machen?“, „Wird Beamen für immer Fiktion bleiben?“ und „War die Mondlandung inszeniert oder hat sie wirklich stattgefunden?“. Ihre Fragen können die Zuschauer per E-Mail an scixpert@scifi.de einreichen. Die Sendung ist montags nach der TV-Ausstrahlung auch online unter www.scifi.de als Stream abrufbar. Sci Fi ist auf der Pay-TV-Plattform von Premiere sowie in den Abo-Paketen der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Kabel BW, ish, iesy und PrimaCom zu empfangen. Der Sender ist auch Bestandteil des KabelKiosks, der Programm- und Service-Plattform des Satellitenbetreibers Eutelsat für unabhängige Kabelgesellschaften.

Quelle: Medienbote vom 25.04.2007 (www.medienbote.de)

Z wie Zukunft

Nein, ich will mich weder bei der Sesamstraße bewerben noch habe ich es mit Zorro verwechselt 😐 ! Vielmehr lautet so der Titel einer sechsteiligen Reihe bei 3sat, die – auf der Welle ihrer Kollegen vom ZDF mitschwimmend, aber doch noch eine Nummer wissenschaftlich-ernsthafter – unser zukünftiges Leben ausloten soll. Die Serie kann man ab heute jeweils sonntags um 18:00 Uhr (Wiederholung jeweils donnerstags um 13:15 Uhr) verfolgen. Themen, die dabei angeschnitten werden sind u.a. das Leben im Alter und das zukünftige Bildungswesen; auch Themen aus der ZDF-/arte-Reihe „2057 – unser Leben in der Zukunft“ werden nochmals aufgegriffen, nämlich „Unser Körper/Zukünftiges Gesundheitswesen“ und „Die Stadt der Zukunft“.