Tales from the Crypt auf Blu-Ray

Starlight / Intergroove veröffentlichten am 29.07. eine „Blu-Ray Collection“ der 80/90er-Jahre-Serie „Tales from the Crypt“ (lief hierzulande meist als „Geschichten aus der Gruft“). Neben vielen bekannten (oder, aus damaliger Sicht, „zukünftigen“) Hollywood-Stars wie Tom Hanks, Whoopi Goldberg und „unserem“ Michael J. Fox waren an der Serie auch prominente Regisseure (u.a. auch Robert Zemeckis…) beteiligt. Das Set enthält 16 ausgewählte Episoden aus vier Serienstaffeln enthalten und bringt um die 800 Minuten Spielzeit auf einer einzelnen Disc unter – es handelt sich also um eher durchschnittliche DVD-Videoqualität und nicht um eine HD-Abtastung. Der Ton ist ebenfalls nur in der deutschen Original-TV-Abmischung (Dolby Digital 2.0) vorhanden. Dass die Disc dagegen mit „FSK-18-Flatschen“ daherkommt, lässt immerhin darauf schließen, dass wir es mit einer ungekürzten Fassung zu tun haben.

TV-Klassiker bei MyVideo

MyVideo beschert TV-Fans ein Wiedersehen mit der Bundy-Sippe, einem weiblichen Flaschengeist, Pamela Anderson als Bodyguard und weiteren bekannten Serienstars: Das Videoportal hat zahlreiche Klassiker in sein Angebot aufgenommen. Zu den Serien, die ab sofort kostenfrei abrufbar sind, zählen Erfolge der 80er und 90er Jahre wie „Eine schrecklich nette Familie“ und „Wer ist hier der Boss?“ sowie ältere Reihen wie „Starsky und Hutch“, „Bezaubernde Jeannie“ und „Verliebt in eine Hexe“. Darüber hinaus ist die komplette erste Staffel der Serie „V.I.P. – Die Bodyguards“ verfügbar, in der Pamela Anderson die Personenschützerin Vallery Irons spielt, die immer wieder in haarsträubende Rettungsaktionen verwickelt wird.
(Artikel von Dr. Jörn Krieger – besten Dank!)

Isch mach disch 64!

In meinem Bemühen um originelle (?) Überschriften fiel mir als Übersetzung der Browser-App „64 yourself“ mal eben diese hier ein (die wörtliche Übersetzung klang definitiv langweiliger 😉 ). Was das Teil macht? Eigentlich ganz einfach: Ein JPG oder PNG bis zu 2 MB per „drag & drop“ drauflegen, kurz warten und sehen, wie das Bild auf dem Commodore 64 ausgesehen hätte (Beispiel: mein Motorrad, eine Sachs 800er Roadster). Mit Download und Möglichkeit zum Facebook-/Flickr-Teilen. Nett! 😎

Terminate the future

Sarah Connors unmittelbares Problem in „Terminator“, so dieses nette Trickfilmchen, war nicht etwa die Tatsache, dass die Maschinen die Weltherrschaft übernehmen würden – sie hätte viel mehr Zeit, sich darum zu kümmern, wenn die blöden Dinger nicht jedes Mal nach der Vernichtung eines bösen Terminators einfach einen neuen zurück durch die Zeit schicken und es mit einer jüngeren Fassung ihrer selbst oder einem anderen Vorfahren John Connors nochmal probieren könnten… Die Lösung: Der Erfinder der Zeitmaschine muss terminiert werden…! Wer war das nochmal gleich…?

Die Medienzeitmaschine

Ein Linktipp speziell für 80er-Jahre-(Technik-)Nostalgiker: Dieses Blog gefällt nicht nur durch den DeLorean im Titelbild 😎

Wie haben Medienleute vor 25 Jahren gearbeitet? Wie recherchierte man ohne Google? Wie vernetzte man sich ohne Facebook und Xing? Wer hat im Jahr 1985 die Medienszene geprägt und wer und was steckte hinter Geschichten und Kampagnen der 80er Jahre?
Björn Eichstädt und Tom Hillenbrand sind Technologie-Fans der ersten Stunde und basteln mit der Medienzeitmaschine ein digitales Medienarchiv. Im Fokus: Das Orwell-Jahr 1984 und das „Back to the Future“-Jahr 1985.
Die Medienzeitmaschine spricht mit Zeitzeugen, probiert Technik von damals aus und sammelt Bild- und Videomaterial zur Medienbranche in der Saison 1984/85.
(aus „Über diese Seite“ kopiert)

UPDATE: Das Blog widmet seinen heutigen Eintrag explizit „Zurück in die Zukunft“ – ich leite einfach ‚mal weiter 😉

Flie(wa)tüüt

Mit Hoverantrieb für „normale“ Autos wird in den nächsten 5 Jahren wohl nicht mehr zu rechnen sein, aber was hier gerade zusammengebastelt wird, könnte auch (ein bisschen anders lackiert) die Erfüllung eines Kindheitstraums darstellen: In den USA hat man gerade etwas in der Mache, das verdächtig an das Fliewatüüt erinnert (allerdings im Moment nicht als schwimmfähig konzipiert ist). Schade nur, dass wieder einmal militärische Zwecke die Entwicklung motivieren…

ZidZ wissenschaftlich

In der Reihe „Bfi Film Classics“ erschien unlängst eine wissenschaftliche Arbeit (auf Englisch) zu „Zurück in die Zukunft“ in Buchform: Die Autoren, Professor Andrew Shail und der Doktorand Robin Stoate, „stellen den Film in den historischen Kontext Reagan-Amerikas und den kinematischen Kontext des „New New Hollywood“ und der Regiekarriere Robert Zemeckis‘. Sie diskutieren die Behandlung des Themas „Zeitreisen“ im Film und dessen Darstellung der Möglichkeiten und Fallstricke von Wissenschaft und Atomenergie. Shail und Stoate beschäftigen sich mit den in ZidZ dargestellten Einstellungen der Teenager-Kultur der 80er und 50er Jahre, die im Film als eine Periode zu sehen sind, in der die traditionellen „amerikanischen“ Werte und Geschlechterrollen dominierten, sehr zum Vorteil des Familien und Gesellschaftslebens, im Gegensatz zu dem problematischeren Jahrzehnt, in dem Marty McFly seine Zeitreiseabenteuer beginnt.“ (Pressetext; eigene Übersetzung)
Eine Leseprobe gibt es hier.

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des ersten Films erschien Anfang Juni noch eine weitere Sammlung „kritischer Essays“ unter dem Titel „The Worlds of Back to the Future“ herauskommen – ich zitiere ebenfalls ‚mal den Pressetext: „Als eine kritische Untersuchung des kulturellen, kinematischen und historischen Kontexts der Zurück in die Zukunft“-Trilogie bietet dieses Buch eine vielschichtige Diskussion der Trilogie aus der Sicht mehrerer interdisziplinärer Wissenschaften, darunter Philosophie, Musik, Populärkultur sowie Medien- und Geschlechterwissenschaft. Themen umfassen die sexuelle Symbolik in der Trilogie und die ödipalen Elemente des ersten Films; Nostalgie und Vorstadt im kulturellen Klima der 80er; die schauspielerischen Leistungen; die emotionale und erzählerische Kraft der Filmmusik; postmoderne sowie Anspielungen auf das Genre des Westernfilms; die Rolle der Frauen in der Trilogie; und die Lacansche Philosophie in der Charakterisierung von Doc Brown und George und Marty McFly.“

Nur noch ein Corey: R.I.P. Corey Haim 1971-2010

Die Legende der „zwei Coreys“ (Haim und Feldman) gehört in jedes Popkultur-Geschichtsbuch. Aus irgendeinem Grund traten die beiden oft paarweise auf, und auch wenn nur einer im jeweiligen Film zu sehen war – und das war vor allem in den 80er Jahren extrem oft! (die Hill-Valley-Verbindung: Feldman spielte eine kleine Rolle in „Gremlins“ und durfte bereits in „Hill Valley“ herumspazieren, als die Kulisse noch „Kingston Falls“ oder „Mockingbird Square“ genannt wurde) – musste man immer an den anderen denken. In die Forsetzung der legendären „Lost Boys“ hat er es noch geschafft, einige Projekte bleiben wohl unvollendet: Wie zu erfahren ist, starb der 38-jährige Corey Haim heute an einer „unbeabsichtigten Überdosis“ Drogen in Burbank / Kalifornien.

R.I.P. Patrick Swayze 1952-2009

Swayze_DarkoAuch das Hill Valley Blog trauert um diese (unter anderem) Ikone der 80er – obgleich ich seinem größten Erfolg „Dirty Dancing“ wegen des Soundtracks maximal mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe – ein Zimmerkollege im Internat, dem man schwer widersprechen konnte, musste das Zeug immer wieder zum Einschlafen laufen haben & ich bin diesbezüglich echt übersättigt – wird er mir fehlen. Zuletzt habe ich ihn vor gar nicht allzu langer Zeit in „11:14“ (auf Blu-Ray) gesehen; auch in einem Zeitreisefilm – dem Kultstreifen „Donnie Darko“ nämlich – hatte er eine Rolle und passt also auch in diesem Sinne ins Blog. Mit der Figur (siehe Foto) ließ der Regisseur Swayze allerdings in gewisser Weise mit seinem Charme-Image spielen und sie entpuppte sich (ich hoffe, ich darf das schreiben, ohne als „Spoiler“ zu gelten) als ziemlich schmieriger Charakter…