Fortbildungsmaßnahme

Die diesjährige (schon 15. von insgesamt 100!) „Star Trek“ – Weihnachtsvorlesung der Fachhochschule Zweibrücken am Donnerstag, den 15. Dezember 2011, befasst sich mit dem Thema „Zeitreisen und temporale Logik“ – auch wenn das Ganze quasi in einem anderen (Serien-) Universum stattfindet, sicherlich eine interessante Veranstaltung auch für ZidZ-Fans. Nebenbei gibt es auch ein paar Wohltätigkeits-Auktionen mit signierter „Star Trek“ – (Sekundär-) Literatur… Mehr Infos unter diesem Link!

Zeitreise mit „Galileo“

Nein, weder Signore Galilei noch der europäische GPS-Konkurrent sind gemeint, sondern das ProSieben-Magazin:
Mit dem Smartphone in die Vergangenheit reisen – dazu lädt der Sender vom 17. bis 21. Oktober 2011 ein. Mit einer Kombination von Smartphone und TV können Abenteuerlustige im Rahmen einer Zeitreise Quizfragen beantworten und sich so mit anderen Mitspielern messen. Mitspielende können außerdem mit ihrem Smartphone Goldmünzen vom TV-Bildschirm einsammeln, um in der mittelalterlichen Standesordnung aufzusteigen – im Idealfall bis zum Burgherrn. Die dazu nötige „Zeitreise-App“ für Smartphones gibt es ab 17. Oktober 2011 kostenfrei im App Store und Android Market: Einfach herunterladen, das Smartphone während der Sendung vor den Bildschirm halten und interaktiv mitspielen.

(gekürzte Pressemeldung)

Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte

Das „Sagenhafte Island“ ist dieses Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse; in diesem Zusammenhang hatte blogg-dein-buch.de in letzter Zeit überdurchschnittlich viele isländische Werke im Angebot der zu rezensierenden Bücher. Eines davon hat mich – wie auch bei der letzten Runde – wegen des Themas „Zeitreise“ natürlich besonders angesprochen; ich durfte inzwischen tatsächlich ein Rezensionsexemplar des Romans mit dem oben genannten Titel genauer unter die Lupe nehmen.
Hermann Stefánsson – von dem ich, nachdem ich im Gegensatz z.B. zu meiner Schwägerin, (noch) keinen speziellen Draht zu Island habe, ehrlich gesagt noch nichts gehört oder gelesen hatte – hat mit dem Roman Guðjón Ólafssons Zeitreise als Laborratte 2008 offenbar bereits das dritte Buch herausgebracht, das von den Protagonisten Guðjón Ólafsson und Helena erzählt. In diesem Roman hat Guðjón nach einem Unfall – oder war es ein Überfall? – sein Gedächtnis und zunächst auch seine Sprachfähigkeit verloren. Nach und nach muss er sich sein Leben wieder erschließen. Seine Freundin Helena, in deren Perspektive regelmäßig gewechselt wird, kommt mit alledem nicht klar und zieht sich in ihrem Job als Übersetzerin aufs Land zurück wo eine krimiartige Nebenhandlung eröffnet wird, die sich erst um einiges später wieder etwas unmittelbarer mit Guðjóns Erzählfaden verknüpft. Er dagegen wird Teil (oder ist er es bereits geworden? Raum- und Zeitverwirrung greifen hier sehr leicht auf den Leser über…) eines bizarren Experiments, verbunden u.a. mit der umstrittenen Urknall-Forschung im Schweizer CERN-Labor, das schon einmal für einen Zeitreise- oder vielmehr „-Stillstand“-Roman („42“ von Thomas Lehr) herhalten musste. Er erlebt dabei Visionen bzw. Erfahrungen und Erinnerungen aus Sicht von geschichtlichen Personen… bis in die Zeit Jesu Christi! Weiterlesen

Final Fantasy XIII-2: Zeitreisen als „elementares Feature“

In einem Interview mit Motomu Toriyama, dem Game Director von FINAL FANTASY XIII-2, welches Anfang 2012 erscheinen soll, wird die Chronosphäre vorgestellt – ein elementares, neues Feature, das es dem Spieler ermöglicht, durch die Zeit zu reisen und so Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu beeinflussen. Einige interessante Auszüge:

„Die Chronosphäre ist ein neues Spielsystem, das wie ein Kompass für Zeitreisen funktioniert. Das Portal, das dem Spieler erlaubt, Gegenden und Zeitperioden als Reiseziele auszuwählen, funktioniert so ähnlich wie ein Startmenü (…) Der Spieler reist durch die Zeit, indem er frei zwischen allen Raumzeit-Standorten wählen kann, an denen Tore geöffnet wurden. Und obwohl diese Standorte in der Zukunft liegen, hat man die Option, die Zeit zurückzudrehen, so dass es möglich wird, viele verschiedene historische Möglichkeiten zu erleben.
(…) Die Chronosphäre teilt sich abhängig von den Entscheidungen des Spielers in mehrere verschiedene Pfade auf, und diese einzelnen Pfade ändern sich auch noch abhängig davon, was man tatsächlich tut. Man kann (…) Nebenmissionen erfüllen und die Zeit in jedem Bereich zurückdrehen, um mit allen Möglichkeiten zu spielen. (…) Die Abfolge von Bereichen, die mit der Chronosphäre zugänglich sind, wurde so strukturiert, dass alle Handlungen und Entscheidungen des Spielers das Gameplay beeinflussen. Gelegenheitsspieler können die Chronosphäre in ähnlicher Weise verwenden, wie sie eine Lieblingswebsite durchstöbern: Sie können quasi zwischen all den verschiedenen Programmen und Filmen wählen, die verfügbar sind. Es sind aber auch Elemente enthalten, die sich an die etwas hingebungsvolleren Spieler richten, indem sie ihnen durch die Erkundung aller verschiedenen Zeiten und Orte größere Spielherausforderungen stellen – um zusätzliche Geheimnisse zu entdecken, die auch die verschiedenen Enden enthalten, die in den verschiedenen Pfaden verborgen sind.
(…) Die Hauptcharaktere aus dem Originalspiel FINAL FANTASY XIII treten bei dieser Reise durch die Zeit in Erscheinung, deswegen werden wir ihnen in vielen verschiedenen Situationen und Aufmachungen begegnen. Ich bin mir sicher, dass die Fans des Originalspiels sich darauf freuen werden, sie wiederzusehen und zu sehen, wie sie sich über die Jahre verändert haben!
(…) Es wird möglich sein, die Zeit in allen Bereichen zurückzudrehen, die man besucht, und sie erneut zu spielen. Charakterlevel und Ausrüstung usw. werden mitgenommen, so dass es möglich sein wird, das Spiel so zu spielen, als wäre es ein „Neues Spiel plus“ für jedes Areal zu verschiedenen Zeiten. Es wird möglich sein, nachdem man das Spiel durchgespielt hat, das Spiel von Beginn an mit den hochgelevelten Charakteren zu spielen.“

Die Langfassung des Interviews gibt’s z.B. hier

Terra Hape

Besonders gefallen an der Meldung, dass Hape Kerkeling die neue 6-teilige „Terra X“-Reihe mit dem Untertitel „Unterwegs in der Weltgeschichte“ übernehmen wird, hat mir natürlich auch die durch den Essayisten angestellte Querverbindung zur klassischen Zeitreise-Serie „Time Tunnel“… Ich rechne ja nun nicht direkt damit, dass die ZDF-Dokumentarfilmer Hape tatsächlich in eine Zeitmaschine steigen lassen (und unter dem Begriff „Teleportation“, der dort verwendet wird, versteht man normalerweise auch etwas anderes), wenn er das nächste Mal „Ich bin dann mal weg!“ ruft. Aber ich kann ihn mir mit seiner Begeisterungsfähigkeit und Authentizität gut als „Reiseführer“ – so wiederum der Pressetext –  bzw. Identifikationsfigur der Zuschauer bei einem solchen Trip in die Weltgeschichte vorstellen. In gewisser Weise übernimmt er damit die Rolle von Michael J. Fox als Marty McFly in „Zurück in die Zukunft“, dessen Rolle ja auch zuallererst darin bestand, sozusagen stellvertretend für den außenstehenden (Kino-)Zuschauer zu staunen und auf all die fremden Eindrücke, die den Zeitreisenden überfallen, zu reagieren…

Ausstrahlungstermine:
Ab 23. Oktober 2011, jeweils sonntags, 19.30 Uhr, im ZDF
Ab 24. Oktober 2011, montags und dienstags, 20.15 Uhr, in ZDFneo

Titel/Themen:
1. Der große Aufbruch
2. Ewiges Rom
3. Abenteuer Mittelalter
4. Entdecker und Eroberer
5. Weltreiche und Revolutionen
6. Kriege und Supermächte

P.S.: Buch und CD sind bereits vorbestellbar – achtet dabei mal auf die Titelbilder: Bei der CD schlüpft nämlich Hape Kerkeling in die Rollen der auf dem Buch abgebildeten „originalen“ historischen Gestalten! Wenn ich das richtig sehe, soll es wohl auch in der TV-Serie ein paar Gelegenheiten für seine Liebe zur Verkleidung geben…

Austauschschüler auf Zeitreise

Wie bereits im letzten Jahr bietet into Schüleraustausch, Anbieter von Auslandsaufenthalten, den (mittlerweile zweiten) „into’s Top-Botschafter“-Wettbewerb an. Bis zum 30.09. sollen die Teilnehmer kreative, selbsterstellte Videos ins Netz stellen. Das diesjährige Motto ist „Zeitreise“: die Teilnehmer sollen sich vorstellen, wie ein Schüleraustausch in einem anderen Land – jedoch zu einer anderen Zeit – ausgesehen haben könnte.
Über die Gewinner kann dann bis zum 31.Oktober auf der Onlineplattform www.into-topbotschafter.de abgestimmt werden. Danach erhalten die drei Teilnehmer mit den meisten Stimmen jeweils ein Vollstipendium für das Land ihrer Wahl. Zur Auswahl stehen neben den USA auch Argentinien, Brasilien, England, Spanien, Italien, Schottland oder Südafrika
„Damit viele neue Ideen kommen, haben wir uns dieses Jahr bewusst für ein Motto entschieden. Der Name „Topbotschafter“ bleibt aber, denn es ist ja die Grundidee, dass wir Jugendliche suchen, die Deutschland im Ausland am besten repräsentieren. Hierbei ist Motivation und Engagement ausschlaggebend und nicht der Notenschnitt“, so Antonia Fisher, Betreuerin des Wettbewerbs.
Weitere Informationen: www.into-topbotschafter.de und www.into-schueleraustausch.de

(gekürzte Pressemeldung)

Jeder Tag endet mit dem Tod

Um eines gleich vorwegzuschicken: So eine Geschichte ist schon oft erzählt worden – als Kurzgeschichte, als Komödie, als High-Tech-Krimi… und doch: So sehr hineingezogen hat mich lange keine mehr – vermutlich auch deswegen, weil die Form des 90-Minuten-Films, der Kurzgeschichte oder der TV-Miniserie das einfach nicht zulassen und nur ein ordentlicher, altmodischer Roman das kann. Und wenn er dafür schon im Taschenbuchformat über 400 Seiten braucht, die man trotz einer berufsbedingt ankonditionierten Abneigung gegen allzu „dicke Wälzer“ nicht mehr aus der Hand legen kann, dann ist das ein verdammt gelungener Roman. Ich rede von „Jeder Tag endet mit dem Tod“ von Michael Schröder, einer Entdeckung der „Community“ des EPIDU-Verlags, den ich mir zunächst mit dem Stempel „‚…und täglich grüßt das Murmeltier‘ als Krimi“ im Kopf und daher „nur“ einer durch mein Blog-Fachgebiet begründeten Neugier habe schicken lassen, der es aber rückblickend ganz eindeutig verdient hat, sich ein eigenes und umfassenderes Bild zu machen. Regelmäßige Leser wissen natürlich, dass ich die Art von Geschichte (Zeitreisen / Zeitschleifen) sehr gerne mag, weswegen ich immer wieder aufs Neue gespannt bin, wie sich andere, neue Figuren in der mir sehr vertrauten Situation verhalten werden, in die ich mich auch schon öfters selbst hineingedacht habe. Mithin bin ich nicht vorurteilsfrei und Teile dieser „Vorurteile“ sind durchaus von gewissem Wohlwollen geprägt; man möge diese Rezension also keineswegs als den Versuch ansehen, ein gänzlich objektives Urteil abzugeben – was aber wohl auch nicht notwendigerweise die Absicht einer solchen ist… Aber Moment: Zeitsprung an den Anfang.
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Lieblingsliteratur, Teil X

Neulich habe ich eine meiner Lieblings-Kurzgeschichten zum Thema Zeitreisen wiederentdeckt, die jahrelang nur als Fragment in meinem Kopf herumspukte. Das Prinzip ist ebenso einfach und offensichtlich wie – auch wenn das Wortspiel nicht bis in die letzte Konsequenz durchgezogen wird (SPOILER – ZUM LESEN MIT DER MAUS MARKIEREN: da müsste man ja auch die Wörter rückwärts schreiben) – irgendwie doch genial. Klickt hier, um das englische Original „The End“ von Fredric Brown zu lesen (eine deutsche Fassung erschien u.a. – ausgerechnet! – in der „Zeit“) – und euch zu fragen, ob der gute Mann vielleicht irgendwie mit Doc Brown verwandt ist 😎

Zeitreisen mit N24 History

Dem Onlineangebot des Nachrichtensenders N24 wurde kürzlich ein neues Portal (www.n24.de/history) hinzugefügt, von dem aus die User durch die deutsche Geschichte „reisen“ können. Das „Projekt Deutschland“ umfasst Videos zur deutschen Geschichte vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute, darunter einzigartiges Material, das bis zu den Anfängen des Filmzeitalters zurückreicht. Begleitend gibt es ausführliche Hintergrundartikeln zu den einzelnen Epochen, dazu kommen Bildergalerien und Infoverzeichnisse, die wichtige Ereignisse und Personen in ihren historischen Zusammenhang einordnen. Ziel des Projekts ist es, die Geschichte unseres Landes aus regionaler und alltäglicher Sicht zu erzählen.
Auch das Magazin „N24 Zeitreise mit Stefan Aust“ findet in dem neuen Angebot eine Heimat. Seit Januar 2011 präsentiert Aust darin Geschichten aus der jüngeren Vergangenheit Deutschlands und der Welt. Alle Beiträge der Reportagesendung werden, ebenso wie weitere historische Dokumentationen, für die Dauer von sieben Tagen nach ihrer Ausstrahlung auf N24 dort bereitgehalten.
(gekürzte Pressemeldung)

GEOcompact: Das Rätsel Zeit

Wie kaum eine andere Größe bestimmt die Zeit das Leben der Menschen. Schon früh haben Menschen erkannt, dass äußere Rhythmen – Tag und Nacht, Mondzyklen und Jahresverläufe – das Dasein beherrschen. Sie haben Kalender erfunden, um sich auf die Bedingungen einzustellen, und Uhren, um die Tage immer feiner zu unterteilen – in Stunden, Minuten, Sekunden.
Physiker haben zudem herausgefunden, dass die Zeit unterschiedlich schnell vergehen kann, dass sie etwa in der Nähe großer Himmelskörper langsamer verstreicht. Letztlich aber können sie das Phänomen Zeit nicht erklären. Dennoch: Ohne sie gäbe es uns und die Welt gar nicht. Nichts könnte sich entwickeln, nichts sich verändern. Eine Welt ohne Zeit gliche einem eingefrorenen dreidimensionalen Bild.
GEOkompakt „Das Rätsel Zeit“ erscheint am 8. Juni 2011, umfasst 156 Seiten und kostet 8,50 Euro (für 15,95 auch mit der DVD „Unsichtbare Welten“ mit High-Speed-Filmaufnahmen erhältlich).

(gekürzte Pressemitteilung)