Krabat abgedreht

Krabats MühleDamit ist jetzt der Film-Begriff gemeint, nicht etwa die Tatsache, dass der Junge irgendwie verrückt wäre (was sicherlich Gegenstand einer schulmäßigen Interpretation sein könnte, aber das ist ja hier nicht eines von meinen Lehrerblogs…)

Wieder einmal ein Buch, das eine Mehrzahl der „Kinder der 80er“ (hoffentlich natürlich auch die heutigen noch…) kennen dürfte: Otfried Preußlers gelungene Jugendbuch-Umsetzung der alten Legende von Krabat, dem Müllergesellen, der in einer „Schwarzen Schule“ gelandet ist. Der deutsche Regisseur und Drehbuchautor Marco Kreuzpaintner hat sich an eine Verfilmung von Preußlers Roman gewagt, die in den letzten Jahren immer mal wieder den Status gewechselt hat, aber inzwischen tatsächlich konkrete Gestalt angenommen hat: An Drehorten in Rumänien sowie am Originalschauplatz Schwarzkollm bei Hoyerswerda traf sich eine (meiner Meinung nach) Traumbesetzung aus bekannten Jungschauspielern wie Daniel „Good bye Lenin“ Brühl als Altgesell Tonda, David „Knallhart“ Kross als Krabat, Robert „Engel & Joe“ Stadlober als Lyschko sowie Paula „Die Wolke“ Kalenberg als die Kantorka, um die Geschichte, die so viele schon in ihrer Fantasie durchlebt haben, in neuer Form lebendig werden zu lassen.

Wie ich leider erst jetzt herausgefunden habe, gibt es zu der Entstehung des Filmes, der jetzt – wie oben erwähnt – abgedreht ist und sich in der Nachbearbeitungsphase („Post-Production“) befindet ein Blog mit Beiträgen von den verschiedensten Mitgliedern der Filmcrew – absolut lesenswert & macht Appetit auf den fertigen Film, für den ich allerdings noch keinen konkreten Erscheinungstermin herausfinden konnte.

Schokoladige Zeitreise

Milka Special EditionGestern im Supermarkt entdeckt: Milka hat wieder mal ein paar limitierte Sonder-Ausgaben ihrer berühmten lila Schokoladentafeln kreiert, und zwar diesmal mit Zeitreise-Einschlag: Schokolade futtern durch 4 Jahrzehnte quasi 😎

Die vier Sorten, die es „nur für kurze Zeit“ (!) geben soll:

– Für die 50er Jahre steht die Geschmacksrichtung „Vanille Pudding“ (das Deppenleerzeichen lässt grüßen, aber das ist eine andere Geschichte…)

– Die 60er werden repräsentiert durch die „Heiße Liebe“ (eine Eissorte – Vanille/Himbeer – die es z.Zt. auch wieder in den Kühltruhen der Supermärkte gibt)

– In die 70er geht es mit den von Guildo Horn wieder in Erinnerung gerufenen kultigen „Nussecken“

– und die 80er sollen die Zeit des „Kalten Hundes“ (eines Kuchens mit Keksfüllung) gewesen sein, was aber irgendwie an mir vorbeigegangen sein muss 🙁

Einige Blogger-Kollegen haben sich auch schon mit den Produkten auseinander gesetzt, unter anderem hier und hier.

(Abbildungen: Kraft Foods)

Unterwegs nach Atlantis

DVD-CoverWer in den 80ern aufgewachsen ist, erinnert sich neben der Serie „Die Besucher“ (Alternativtitel: Expedition Adam ’84) – die noch vor dem DeLorean aus ZidZ ein Auto als Zeitmaschine einsetzte, allerdings einen Lada Niva – bestimmt an den Zeitreisenden Rhon und seinen Freund Mark: Nach den Romanen „Abenteuer in der Vollmondnacht“ und „Der geheimnisvolle Graf“ von Johanna v. Koczian entstand eine 13-teilige deutsch- schweizer- österreichisch- tschechoslowakisch koproduzierte Fernsehserie mit dem Titel „Unterwegs nach Atlantis„, in der die Protagonisten mit ihrer zunächst nur „geliehenen“ Zeitmaschine unter anderem auf Mozart und Johanna von Orléans treffen. Das Drehbuch stammt von Ota Hofman (u.a anderem auch für „Die Besucher“ sowie „Luzie, der Schrecken der Straße“ und „Pan Tau“ verantwortlich), die Musik vom kürzlich verstorbenen Karel „Biene Maja“ Svoboda.

Lange hat es gedauert (und ich hoffe noch auf eine offizielle Ausgabe der „Besucher“, weil meine selbst aufgenommene qualitativ doch etwas zu wünschen übrig lässt), aber im Rahmen der in den letzten Jahren immerhin „tröpfchenweise“ erscheinenden Kultserien aus „unserer“ Kinderzeit hat man sich erbarmt: Ab dem 16. März ist die Serie auf DVD erhältlich! Verspätungen sind ja bei Zeitreisefilmen und -serien scheinbar üblich – ich erinnere nur daran, wie oft „Zurück in die Zukunft“ verschoben wurde. Na, kein Wunder – wer das Raum-/Zeitkontinuum durcheinander bringt, muss mit solchen Folgen eben rechnen…

Wer wissen will, wie die Geschichte weitergeht, dem empfehle ich übrigens den – nicht verfilmten – dritten Koczian-Roman mit Mark und Rhon: „Flucht von der Insel

Commodore Amiga Sounds Better: Zurück in die 80er V

16bitNoch ein Beitrag zum Thema „musikalische Zeitreise“: Erinnert sich noch jemand an die Gruppe „16bit“, die Ende der 80er mehrere Amiga-produzierte Hitsingles hatte? Wenn nicht, dann könnte zumindest das Produzententeam Luca Anzilotti und Michael Münzing einigen ein Begriff sein, waren sie doch unter anderem auch für SNAP! verantwortlich. Dass schon damals auch noch Sven „Babba“ Väth (steuerte das unvergleichliche Hessisch-Englisch bei) beteiligt war, war mir erst gar nicht bewusst gewesen… Viel Vergnügen mit „Changing Minds“ und „Where Are You?“ !


P.S.: Ein Klick auf das CD-Cover oben links bringt euch zu zwei recht unterschiedlichen Rezensionen des Albums.

C=64 Orchestra: Zurück in die 80er IV

Nachdem sich schon seit einiger Zeite eine Live-Band mit dem vielsagenden Namen „Press Play On Tape“ dem Nachspielen diverser C=64-Klassiker verschrieben hat, gibt es jetzt auch ein Orchester-Projekt, das Werke von Maestro Rob Hubbard spielt, die dieser sogar selbst arrangiert hat. Außerdem im Repertoire: Lieder des Holländers Jeroen Tel von den Maniacs of Noise, der unter anderem für den kultigen „Cybernoid“-Soundtrack verantwortlich zeichnete. Ein Konzert – hoffentlich das erste von vielen! – findet am 22. September im „Gigant“ im niederländischen Apeldoorn im Rahmen einer Veranstaltung mit dem Titel „WIM – Waanzinnig Interessante Muziek“ (muss ich wohl nicht übersetzen 😉 ) statt, ist daher eher etwas für Leute, die nahe der niederländischen Grenze wohnen. Erste Hörproben gibt es aber auch schon hier!

C=64-Games online spielen

BTTF 64Java macht’s möglich: Viele klassische Spiele, die früher auf dem heimischen Commodore 64 liefen, können jetzt bequem im Browser gespielt werden, ohne dafür extra einen Emulator anzuwerfen. Ob Commando oder Lazy Jones, Attack of the Mutant Camels oder Bomb Jack (von den vielen „Boulder Dash“-Varianten ganz zu schweigen), hier finden sich zwar noch lange nicht alle (einige sind noch in der Beta-Testphase), aber doch schon eine ganze Menge der Games, die die Generation 80’s an den heimischen Fernseher (oder gar Monitor) fesselten. Auch die ersten beiden BTTF-Umsetzungen sind dabei – was Teil 1 angeht, habe ich allerdings schon damals nicht wirklich verstanden, wie das Zusammenbringen von George und Lorraine (so lautete ganz offensichtlich das Spielziel) dort funktionieren soll: Tipps und Tricks bitte per Kommentarfunktion! :mrgreen:

Hörspielmusik: Zurück in die 80er III

Die Rubrik könnte zu einer festen Einrichtung werden – finden sich doch aus verschiedensten Gründen und in den verschiedensten Kontexten (man sieht, dass man halt auch älter wird…) Erinnerungsstücke aus den, aber auch „Revivals“ der 80er Jahre. Hier ist es wieder einmal der Bereich „Musik“, und zwar insbesondere Hörspielmusik.

Brand New Oldies - PosterMit dem Namen Carsten Bohn konnten bis vor einiger Zeit nur die wirklich eingeweihten Insider etwas anfangen, obwohl fast jeder, der in den 80er Jahren Hörspiele wie „Fünf Freunde“ und „Drei ???“ konsumierte, seine Werke schon einmal gehört hatte. Aus in heutiger Sicht kaum mehr nachvollziehbaren Gründen, die wohl irgendwie etwas damit zu tun hatten bzw. dazu führten, dass man Bohn keine Tantiemen zahlen musste/konnte/wollte, erschien seine Musik auf den Hörspiel-Tapes unter Fantasienamen wie „Bert Brac“ und wurde bei neueren Folgen dann irgendwann komplett ersetzt (den kraftwerk-artigen Titelsong mit der Roboterstimme „Diiie drai Fraaagezeichönn…“ hab‘ ich ihnen nie verziehen).
Nachdem sich diese Ohrwürmer aus Kindertagen so hartnäckig festgesetzt hatten, lechzten Fans und 80er-Jahre-Nostalgiker nach einer CD-Ausgabe der Musik in voller Länge. Bisher mussten sie sich mit bei Ebay teuer ersteigerten Tapes begnügen, inzwischen jedoch gibt es tatsächlich Neueinspielungen der Songs (aus Copyrightgründen, weswegen auch die Namensgebung gelegentlich etwas eigenartig erscheint) mit den alten Instrumenten und (fast) in Originalbesetzung auf CD zu kaufen. Puristen werden zwar immer noch die alten Tapes bevorzugen, aber das Gänsehautgefühl beim Anhören der Lieder ist auch bei den Neueinspielungen noch da. 2 CDs mit diesen „Brand New Oldies“ gibt es schon, eine DVD ist in Arbeit. Bestellt werden können die Teile bei jpc, auch Saturn-Märkte haben sie im Angebot.

Back to the SID

BTTF 1 C=64Commodore-64-Musik habe ich ja im vorherigen Beitrag schon erwähnt. Für Klangpuristen gibt es natürlich auch noch die Option, auf die „echten“ Musiken zurückzugreifen – neben der Möglichkeit, sich die Sachen Schlussszene C=64auf einem Original-64er oder 128er anzuhören, gibt es einen guten Player für die entsprechenden SID-Files hier herunterzuladen – und dann natürlich das Bonbon für ZIDZ-Fans: Die Original-SID-Musik der Computerspiele zu den drei Filmen! BTTF 2 C=64Teil 1 gibt’s hier, Teil 2 hier und Teil 3 hier und hier… Unter anderem kann man sich interessante Coverversionen der Titelmelodie, von „Johnny B. Goode“ , „The Power of Love“ und „Doubleback“ anhören. Viel Spaß bei einer weiteren virtuellen Zeitreise 😉

Wer noch nicht genug von SID hat: Die umfangreichste Sammlung dieser Musikdateien findet ihr in der High Voltage SID Collection!

SID-Musik: Zurück in die 80er II

Als „Kind der 80er“, das unter anderem mit Commodores C=64 und Amiga „aufgewachsen“ ist möchte ich euch heute einmal einen Webtipp geben, der regelmäßig meine Nostalgie-Ader speist: Es gibt im Internet eine Szene, die sich modernen Remakes von Commodore-Musik verschrieben hat. www.c64audio.com hat inzwischen mehrere CDs mit Remixes selbst herausgebracht und bietet im Shop auch Produktionen anderer Freaks an, die es meisterhaft schaffen, die melodisch eingängigen Meisterwerke beispielsweise von Rob Hubbard und Martin Galway ins neue Jahrtausend zu transportieren – die Tunes, die sich bei einer ganzen Generation unauslöschlich ins Gehirn gebrannt haben und die trotz der Beschränkung auf 3 analoge Soundkanäle (später ergänzt durch 4-Bit-Samples, was eigentlich durch einen Fehler des Soundchips entstand: Bei Änderung der Lautstärke gab es einen kleinen Knacks, und wenn man diese „Knackse“ schnell hintereinander produzierte, konnte man einen – wenn auch wahrlich be-rauschenden – Samplekanal simulieren) einfach nur rockten. Unter remix.kwed.org gibt es regelmäßig neue Uploads – eine Adresse, an der 80er-Jahre-Fans definitiv nicht vorbeikommen!

Zurück in die Urzeit – Zurück in die 80’er

YPSEine Zeitreise der besonderen Art, zurück in die Kindheit, als viele der „Kinder der 80er“ gebannt auf ein Marmeladenglas mit wuselnden Urwesen starrten, die ihnen die wöchentliche Kultzeitschrift „YPS mit Gimmick“ in einem handlichen Tütchen geliefert hatte. (Meine Mutter behauptet ja bis heute steif und fest, ich hätte mir die Viecher nur eingebildet und in dem Glas seien lediglich Staubpartikel umhergeschwebt…) – Es dürfte den wenigsten entgangen sein, dass YPS „zurück in die Zukunft“ gekommen ist – wenn auch das Format nicht mehr das gleiche ist und man inhaltliche wie designerische Zugeständnisse an die Moderne gemacht hat & die Zeitschriften auch nicht mehr wöchentlich, sondern versuchsmäßig erst mal in 3 Ausgaben ab März monatlich erscheinen sollen… Heute erschien mir jede Kritik nebensächlich, als ich zum ersten Mal seit ich-weiß-nicht-wievielen Jahren wieder die Urzeitkrebschen in ihrem Mini-Aquarium herumzuwuseln beginnen sehen durfte (ups, was für eine grammatische Form war das eben?). Sie sind zurück! 😎