Nicht vergessen: In der Nacht zum Sonntag, 27. Oktober, gibt/gab es zum Umstieg von der Sommer- (MESZ) auf die Winterzeit (MEZ) wieder einmal eine staatlich verordnete Zeitschleife à la „…und täglich grüßt das Murmeltier“. Naja, fast jedenfalls: Zumindest findet/fand die Stunde zwischen 2:00 und 3:00 Uhr nachts an jenem Datum gleich zweimal statt. Das heißt nicht notwendigerweise, dass ihr – falls ihr überhaupt wach seid – 2x das gleiche machen (oder träumen) müsst: Es genügt, eure Uhren (notfalls auch erst am nächsten Morgen) um eine Stunde zurückzustellen.
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Jeder Tag endet mit dem Tod
Um eines gleich vorwegzuschicken: So eine Geschichte ist schon oft erzählt worden – als Kurzgeschichte, als Komödie, als High-Tech-Krimi… und doch: So sehr hineingezogen hat mich lange keine mehr – vermutlich auch deswegen, weil die Form des 90-Minuten-Films, der Kurzgeschichte oder der TV-Miniserie das einfach nicht zulassen und nur ein ordentlicher, altmodischer Roman das kann. Und wenn er dafür schon im Taschenbuchformat über 400 Seiten braucht, die man trotz einer berufsbedingt ankonditionierten Abneigung gegen allzu „dicke Wälzer“ nicht mehr aus der Hand legen kann, dann ist das ein verdammt gelungener Roman. Ich rede von „Jeder Tag endet mit dem Tod“ von Michael Schröder, einer Entdeckung der „Community“ des EPIDU-Verlags, den ich mir zunächst mit dem Stempel „‚…und täglich grüßt das Murmeltier‘ als Krimi“ im Kopf und daher „nur“ einer durch mein Blog-Fachgebiet begründeten Neugier habe schicken lassen, der es aber rückblickend ganz eindeutig verdient hat, sich ein eigenes und umfassenderes Bild zu machen. Regelmäßige Leser wissen natürlich, dass ich die Art von Geschichte (Zeitreisen / Zeitschleifen) sehr gerne mag, weswegen ich immer wieder aufs Neue gespannt bin, wie sich andere, neue Figuren in der mir sehr vertrauten Situation verhalten werden, in die ich mich auch schon öfters selbst hineingedacht habe. Mithin bin ich nicht vorurteilsfrei und Teile dieser „Vorurteile“ sind durchaus von gewissem Wohlwollen geprägt; man möge diese Rezension also keineswegs als den Versuch ansehen, ein gänzlich objektives Urteil abzugeben – was aber wohl auch nicht notwendigerweise die Absicht einer solchen ist… Aber Moment: Zeitsprung an den Anfang.
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