Zahlenspielereien

Durch eine interessante Bemerkung eines Schülers im Deutschaufsatz bin ich darauf gestoßen worden, dass die Zahl 18 von Neonazis gerne als „AH“ für „Adolf Hitler“ gelesen wird, weil besagte Anfangsbuchstaben an 1. und 8. Stelle im Alphabet stehen (es ging um eine Kurzgeschichte von Günter Kunert mit dem Titel „Zentralbahnhof“, in der jemand mit einem amtlichen Schrieb zur Hinrichtung in Kabine 18 eines als Bahnhof getarnten oder verschlüsselten Vernichtungslagers beordert wird). Ist die Zahlensymbolik in diesem Fall noch begründbar (auch wenn es möglicherweise ein Zufallstreffer von Kunert war), haben mich weitere Infos zum Thema dann doch ein wenig durcheinander gebracht: Die 88 (wie in „88 miles per hour“, die Zeitreisegeschwindigkeit des DeLorean) steht der gleichen Logik nach nämlich für „HH“, und zwar nicht im Sinne von „Hansestadt Hamburg“ sondern der Grußformel „Heil Hitler“… Wenn das mal kein Grund ist, diesen ganzen Zahlenzauberkram ins Reich der absurden Verschwörungstheorien zurückzuverbannen, wo er hingehört. Aber einen hab‘ ich noch, der mir besonders gefallen hat: Die ASCII-Werte der Buchstaben des Namens „Bill Gates“ ergeben nämlich, so hat ein findiger Zahlentrickser ausgeknobelt, die Summe 663. Zählt man dazu noch eine 3 aufgrund der Tatsache, dass Bill Gates in Wirklichkeit „William Henry Gates der III.“ ist, erhält man 666, die bekannte „Zahl des Tieres“ aus der Johannesoffenbarung. Ta-daah! (Man möge aber bitte nicht danach fragen, warum man nicht auch den ASCII-Code von „Henry“ oder der römischen Zahlen „III“ dazu gezählt hat oder warum man die Abkürzung „Bill“ für die Berechnung verwenden durfte…)

So, das sollte jetzt die Zugriffszahlen des Blogs in die Höhe treiben. Bill Gates und Adolf Hitler im selben Artikel!!!111einself 😎

Grenzfall: Eric Stoltz im BTTF-Paralleluniversum

Folge 15 der zweiten Staffel der Mystery-Serie „Fringe – Grenzfälle des FBI“ (kürzlich bei Pro Sieben angelaufen) enthält eine nette kleine Anspielung: Im Jahr 1985 eines Paralleluniversums darf Eric Stoltz doch die Hauptrolle in „Zurück in die Zukunft“ spielen…

„Dein erster Roman!“

Mein Bekannter Marty Tolstoy ist – wie sein Vorname verrät – nicht nur eingefleischter „Zurück-in-die-Zukunft“-Fan, sondern jetzt mit „Gelegenheit macht Liebe Diebe“ auch unter die Romanautoren gegangen und darf sich ein bisschen fühlen wie George McFly am Ende von ZidZ…

Jan, klein, unscheinbar, schwul, fühlt sich schon wie ein Schwerverbrecher, wenn er aus Versehen das Ticket für die Zugfahrt nicht abgestempelt hat. Was es aber heißt, wirklich in Schwierigkeiten zu sein, erkennt er erst, als es bereits zu spät ist. Warum muss auch ausgerechnet er sich in jemanden verlieben, der es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt?
Am Rande des Wahnsinns kämpft er seinen Mitmenschen zum Trotz eisern um das Herz seines Angebeteten, der diesen Kampf einfach nicht wahrzunehmen scheint.
Auf seine ganz eigene Art erzählt Jan über sein Leben und darüber, wie schrecklich gemein die Welt doch sein kann.

Eine Leseprobe gibt’s direkt beim Verlag.

Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen: Amerika 1988

Andernorts haben sich am 1. April wieder die Scherzbolde gegenseitig zu übertreffen versucht; ein Aprilscherz mit ZidZ-Bezug ist mir gerade bei Nerdcore über den Weg gelaufen: Das „Comics Alliance“-Blog präsentierte ein gut gemachtes Titelbild eines allerdings nie in Wirklichkeit erscheinenden Comics an, das die „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ auf eine neue Ebene heben sollte: Doc Brown tritt hier als als Anführer einer Truppe auf, in der unter anderem MacGyver, B.A. vom A-Team und „L.I.S.A. – der helle Wahnsinn“ gegen die „Lost Boys“ kämpfen sollen, die Mr. Miyagi von „Karate Kid“ das Blut ausgesaugt haben… Great Scott!