Darmstadt: Zeitreise per „Augmented Reality“

Der österreichische Architekt Joseph M. Olbrich war ein bedeutender Vertreter des Jugendstils und Gründer der Darmstädter Künstlerkolonie. Sein Wohnhaus ist ein kunsthistorischer Anziehungspunkt und wurde nach dem Krieg nur vereinfacht wieder aufgebaut. Viele seiner ursprünglichen Merkmale sind nur auf historischen Materialien zu erahnen. Statt langer Internet-Recherche erscheint dieses Wissen bald auf dem iPhone. Die von den Forschern des Fraunhofer IGD entwickelte Technik ermittelt Position und Blickrichtung vor Ort aufgenommener Fotos und sucht das passende historische Material in Echtzeit dazu aus. Die App mit dem Titel dARsein „verarbeitet natürliche Bildmerkmale und erkennt damit dreidimensionale Objekte, wie Gebäude“, erklärt Dr. Ulrich Bockholt, Abteilungsleiter „Virtuelle und Erweiterte Realität“. „Bilder, Texte und Grafiken können so lagerichtig über ein mit dem Handy aufgenommenes Foto gelegt werden.“ Besuchern ermöglicht das, die ursprünglichen Entwurfsskizzen oder historischen Bilder als Überlagerung des heutigen Gebäudes anzuschauen. Darmstadt-Marketing-Geschäftsführerin Anja Herdel: „Bei ausreichendem Interesse planen wir noch weitere Sehenswürdigkeiten Darmstadts über dARsein abzudecken.“
dARsein ist ab Freitag (3.6.) kostenlos im App-Store erhältlich.

(gekürzte Pressemeldung)

iFrames sind NichtLustig!

Herr Drossmann hat mich auf ein nettes neues Feature (Einbindung von Cartoons auf eigenen, nicht-kommerziellen Websites) auf Joscha Sauers „Nicht lustig“-Seite aufmerksam gemacht, das ich bestimmt häufiger nutzen werde – ist der gute Joscha doch erklärter ZidZ-Fan, was man unter anderem daran erkennen kann, dass Uhren in seinen Cartoons mit Vorliebe 10:04 / 22:04 Uhr anzeigen (wer’s wirklich nicht weiß: die Zeit, zu der der Blitz in die Rathausuhr einschlug) und bietet häufiger Zeitreise-Gags. Eines seiner Bücher, das ihr bestimmt schon habt 😉 , ist ein „Spin-off“ seiner Zeitmaschinen-Cartoons mit den zwei Professoren: Eines DER Standardwerke zur Einführung in die Kunst des Zeitreisens, möchte ich meinen…

Chinesische Legielung: „Zulück in die Zukunft“ wild velboten!

Ein Glück, dass ich als Blogger nicht unbedingt politisch korrekt sein muss. Liebe Chinesen zu Hause an den Bildschirmen, seid versichert, dass ich wirklich nicht euch meine mit meinem Ärger und Spott, sondern eure Regierung. Es nervt ja schon immer wieder, wenn westliche Politiker, statt ‚mal A*sch in der Hose, Rückgrat oder sonstige bei ihrer Klasse oft abhanden gekommene Körperteile zu zeigen, sich bei den rotchinesischen Machthabern immer wieder lieb Kind machen.
Was ist passiert? Eine absurde Neuregelung für das staatlich kontrollierte chinesische Fernsehen, die schon richtig surreal wirkt, verbietet jetzt die Ausstrahlung von Programmen, die sich in irgendeiner Weise damit beschäftigen, die Vergangenheit umzuschreiben (eines der Hauptthemen in Zeitreisefilmen und – serien), außerdem sämtliche mythologische, Fantasy- und „Aberglaubens“-Elemente, denn das sei „mit dem chinesischen Kulturerbe nicht vereinbar“. Klar – wenn jemand mit Ausnahme der jetzigen Regierung in China wirklich eine Zeitmaschine hätte, wäre vermutlich die Verhinderung des Aufstiegs eben jener Regierung eines der Hauptziele von Reisen in die Vergangenheit (wenn man einmal davon ausgeht, dass diese überhaupt veränderbar ist).
CNN macht sich Gedanken, wie ZidZ umgeschrieben werden müsste, um den neuen Richtlinien gerecht zu werden:
Armer Marty McFly – kein “Verzauberung unterm See”-Tanz mehr für ihn. Stattdessen bekommt er Ärger mit der Plutoniumschmuggler-Bande eines einheimischen Exzentrikers. Nachdem er dessen Tod durch die Hand von Terroristen miterlebt hat, ist McFly gezwungen, eine neue Identität anzunehmen und aus Hill Valley wegzuziehen. (Wenigstens erspart es ihm den Ödipus-Komplex.)
Seht lieber zu, dass ihr Ai Weiwei freilasst. Und die ganzen Blogger-Kollegen, die euch in die politische Suppe gespuckt haben. Und… und… und…

Die fünfte Kraft: Zeit wird durchlässig

OK, für physische Reisen durch die Zeit sind Higgs-Bosone (mit Dank an den LHC, der nicht nur Ängste vor den Planeten verschlingenden schwarzen Löchern schürt) nicht geeignet, aber man könnte damit theoretisch Nachrichten in die Vergangenheit schicken… In die Zukunft auch, aber das geht ja bereits mit FutureMe 😉 Paradoxon, ick hör dir trapsen!

Nürnberger Zeitmaschinen

Bei Phoenix lief neulich eine Kurz-Doku des Bayerischen Fernsehens über einen (Lebens-)Künstler in Nürnberg, der (Zeit-)Maschinen erfindet – sehr interessant v.a. der letzte Abschnitt, in dem es aber auch etwas philosophisch wird… Die Nürnberger Zeitung berichtet ebenfalls.
Auf YouTube ist das Video in zwei Teilen zu finden:


(wieder einmal danke an Dr. Krieger für den Hinweis)

„Zurück in die Vergangenheit“ auf DVD

Nachdem alle Staffeln schon seit einiger Zeit in den USA und Großbritannien erhältlich sind (meine ursprünglich bei sftv erschienene Rezension der ersten US-Staffel gibt’s nur noch als PDF hier, Nachtrag zur 2. und 3. Staffel hier), hat sich Universal endlich entschlossen, die Zeitreise-Serie um „Sam Beckett“ (Scott Bakula, neuer Captain der „Enterprise“) auch hierzulande, mit der sehr gelungenen deutschen Synchronisation, herauszubringen. Erscheinungstermin war 29. Juni 2006. UPDATE: Nachdem lange nichts zu hören/lesen war und keiner mehr damit rechnete, hat sich Universal Ende 2010 ganz überraschend entschlossen, endlich die zweite Staffel auf den Markt zu bringen. Es wurde ein recht gutes neues Master mit den deutschen Titeleinblendungen verwendet und die Originalmusik ist – entgegen der US-Veröffentlichung – auch noch drauf, was vor allem bei „Georgia on my mind“ einen wichtigen Faktor darstellt, wie Fans wissen werden… Die 1. Staffel auf deutsch kann man beispielsweise hier, die zweite Staffel hier bestellen!

Terminate the future

Sarah Connors unmittelbares Problem in „Terminator“, so dieses nette Trickfilmchen, war nicht etwa die Tatsache, dass die Maschinen die Weltherrschaft übernehmen würden – sie hätte viel mehr Zeit, sich darum zu kümmern, wenn die blöden Dinger nicht jedes Mal nach der Vernichtung eines bösen Terminators einfach einen neuen zurück durch die Zeit schicken und es mit einer jüngeren Fassung ihrer selbst oder einem anderen Vorfahren John Connors nochmal probieren könnten… Die Lösung: Der Erfinder der Zeitmaschine muss terminiert werden…! Wer war das nochmal gleich…?

Steampunk: Zeitreise-Simulator

War jemand zu Halloween in einem speziell dafür eingerichteten „Haunted House“? Die Dinger gibt’s ja seit einiger Zeit auch in Deutschland gelegentlich. Das hier schlägt sie für Zeitreisefans allerdings um Längen – Mann, was würde ich mich um eine Fahrkarte DAFÜR reißen:

Hier gibt’s auch einen Blick hinter die Kulissen während der „Fahrt“:

Die Zukunft, die es nie gab – Reloaded

Im Rahmen der BluRay-Veröffentlichungen der Trilogie schreiben derzeit auch andere (Blogger-)Kollegen im Netz überdurchschnittlich viel über ZidZ. Schnittberichte.com hat beispielsweise das Bonusmaterial mit der Atomtest-Sequenz (ihr wisst schon, die Sache mit dem Kühlschrank) sowie – wieder einmal – die Geschichte um Eric Stoltz zum Anlass genommen, zu recherchieren, wie unser aller Lieblingsfilm auch noch hätte aussehen können. Regelmäßige Leser von HillValley.de werden sich daran erinnern, dass dort schon seit Längerem eine „offizielle“ Übersetzung des Artikels „Die Zukunft, die es nie gab“ von Kristen Sheley (Autorin der „Partners in Time“-Buchserie, ebenfalls schwer von ZidZ inspiriert) zu lesen ist, der sich ebenfalls mit früheren Drehbuchentwürfen beschäftigt…