R.I.P. John Hughes 1950-2009

hughesAls Regisseur von „Der Frühstücksclub“ (The Breakfast Club – 1985), „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ (Weird Science – 1985) und „Ferris macht blau“ (Ferris Bueller’s Day Off – 1986) kennt ihn jedes Kind der 80’er – auch an Lea „Lorraine“ Thompsons Film „Ist sie nicht wunderbar?“ (Some Kind of Wonderful – 1987) wirkte er als Produzent mit; außerdem stehen „Kevin – allein zu Haus'“, die Zeitreisekomödie „Just Visiting – Mit Vollgas in die Zukunft“ (ein Remake von „Die Besucher“) und viele andere Filme auf seinem Lebenslauf als Drehbuchautor. Am 6. August 2009 verstarb John Hughes im Alter von nur 59 Jahren in Manhattan an einem Herzinfarkt. Auf dem Regiestuhl hatte er schon lange nicht mehr Platz genommen und auch sonst hat man seit ca. 2002 nicht mehr viel Neues von Hughes gehört / gesehen / gelesen; umso schlimmer schlagen diese nun sehr schlechten Neuigkeiten bei den Fans ein (und ich kenne kaum jemanden, der nicht zumindest einen von John Hughes‘ Filmen auf seiner persönlichen Liste derer, die die 80er prägten, stehen hat).

„Das Leben geht ziemlich schnell vorbei. Wenn ihr nicht ab und zu anhaltet und euch umseht, könntet ihr’s verpassen.“ (Ferris Bueller)

Wir sind die, äh… die Pinheads!

Es gibt sie wirklich: Die Dozenten-Band der Musikschule Eicker aus Halver in Westfalen (www.eickermusik.de) bietet für Fans der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie ein besonderes Highlight. Als „Pinheads“ bringen sie ein Konzertprogramm mit sämtlichen Liedern und 80er-Jahre-Stücken des ZidZ-Soundtracks zur Aufführung. Davon abgesehen spielen sie auch als Starlighters Gala-, Dinner- und 50er-Musik und kombinieren beides in Form der ZidZ-Band „Mr.Fusion“ („fusionieren“ heißt ja „sich miteinander verbinden“).
Außer den orchestralen Werken des Filmmusikkomponisten Alan Silvestri, die lediglich von CD eingespielt werden, werden selbstverständlich alle Lieder live gespielt. Das fängt an bei „The Power Of Love“ von Huey Lewis & the News, geht über „Mr. Sandman“ von den Chordettes bis hin zu „Beat It“ des unvergessenen Michael Jackson. Das gesamte Repertoire ist auf der Band-Homepage www.pinheads.de aufgeführt.
Das Programm, so die Band, ist dabei für die verschiedensten Einsätze geeignet: sei es die 80er-Jahre-Party, das nächste ZidZ-Fantreffen, Stadtfeste oder sonstige Konzerte – vielleicht auch für ein „Battle of the Bands“ (in der Hoffnung, dass Huey Lewis den Vortrag nicht vorzeitig abbricht, weil es zu laut ist).
Die professionelle Umsetzung durch die Musiker sowie die Integration multimedialer Elemente wie Videoclips und Diashows dürften ein Konzert der deutschen „Pinheads“ ganz sicher zu einem besonderes Erlebnis machen.

(mit Dank an Michael Grothe)

R.I.P. Michael Jackson 1958-2009

MJVideoWaiter„Noch nie ist jemand so hoch geflogen und so tief gefallen“, soll der britische Außenminister zum Tode Michael Jacksons gesagt haben, und auch wenn der Spruch vielleicht nicht auf seinem Mist gewachsen ist, fände ich keinen besseren. Was auch immer in den nächsten Tagen – vielleicht auch nicht ganz zu Unrecht – alles an (Schmutz-)Wäsche gewaschen und über seinen überraschenden Tod durch Herzstillstand herauskommen wird, in einer Welt ohne Michael Jackson wird definitiv etwas fehlen. Er hat nicht nur die Musikwelt nachhaltig geprägt, sondern ist durch seine „besondere“ Art ein unauslöschlicher Teil der populären Kultur geworden – die zahlreichen Anspielungen in Filmen oder Parodien wie Weird Al Yankovics „Fat“ und „Eat It“ beweisen es, und wie ihr wisst, sind auch ZidZ II („Beat It“ und der Video-Ober nach Max-Headroom-Art im Café der 80er, der „Schw-schw-schw-Schweinefleisch“ empfiehlt) und ZidZ III (Marty im Saloon) betroffen.
Na dann, lassen wir Marty McFly noch einmal den Moonwalk tanzen, um den King of Pop aus Gary, Indiana (ein persönlicher Bezug hier: aus dem Ort kam auch mein vermutlicher Großvater), eine Ikone der in den 80ern aufgewachsenen Generation – mit anderen Worten auch meiner – zu ehren: R.I.P.

Eine Prophezeihung aus „2010“

2010beijing082001 wurde über den Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 abgestimmt, die bekanntlich nach Peking (heutzutage oft „Beijing“ genannt) gingen. Wie zum Geier kann es sein, dass bereits im bekannten Peter-Hyams-Film von 1984, der im Jahre 2010 spielt und auch so heißt (Untertitel „Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“), in einem Kinderzimmer ein Poster mit Sportmotiv – dargestellt wird eine olympische (?) Laufdisziplin oder Weitsprung – und der Bildunterschrift „Beijing 08“ hängt? Unheimlich.

Adam ’84: Die Lada-Zeitmaschine kehrt zurück

Unter dem Titel „Die Besucher“ respektive „Expedition Adam ’84“ lief in den 80er Jahren eine tschechische Fernsehserie in beiden deutschen Staaten, die auf einem Buch von Ota Hofman beruhte. Dort ging es – um es einmal möglichst „spoilerfrei“ zu formulieren – um die Rettung der Zukunft mit Hilfe verschollenen Wissens aus der Vergangenheit, wozu ein Team von Wissenschaftlern in eben diese geschickt wurde. Die Zeitmaschine wurde dabei als ein Fahrzeug vom Typ Lada Niva getarnt, wobei „getarnt“ im Gegensatz zum auffällig umgerüsteten DeLorean tatsächlich zutraf – man sah es dem Auto nicht an, was in ihm steckte. Die Motivation war dabei die gleiche wie bei ZidZ: Es ergibt mehr Sinn, eine Zeitmaschine mobil zu gestalten, als in der Zielzeit einen sperrigen Kasten in einer ungünstigen Gegend herumstehen lassen zu müssen.
Nach langer Wartezeit und der Veröffentlichung vieler, vieler Serien aus meiner Kinder- und Jugendzeit ist es endlich soweit: „Die Besucher“ erscheint am 22. Mai 2009 auf DVD, was ich mir schon bei Erscheinen meiner anderen damaligen Lieblings-, weil Zeitreiseserie, „Unterwegs nach Atlantis“ gewünscht hatte.

Ausgestorben

Wieder einmal ist es Zeit, nostalgisch zu werden ob der zahlreichen ausgestorbenen Arten… Nein, es geht nicht um irgendwelchen knuffigen Tierchen, die von der Evolution überholt oder auf irgend eine Weise vom Menschen plattgemacht wurden, sondern um die früher so beliebten und begehrten, aber heute kaum mehr in freien Wildbahn anzutreffenden Spezies ZX-81, Schwarzweißfernseher ohne Fernbedienung, Nadeldrucker (einige meiner Schüler können das Geräusch bestimmt inzwischen auch nachmachen 😉 ), oder die „Datasette“ – technische Dinosaurier also.
Zu sehen in dieser Galerie.

Ob das Blog wohl ASCII-Art verträgt?

So sah zu Amiga- und Nicht-Proportionaler-Font-Zeiten die Signatur unter meinen e-Mails aus:


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Getting \  o )\   _ \\  __\\ \  /  / /\___ __ _ _
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           \____)\_\ \_\\_______/\__\\/ was only the beginning...

(damals ganz stolz selbst gemacht & gerade eben beim Stöbern in alten Archiven – auch eine Art Zeitreise! – wieder gefunden…)

UPDATE: Endlich – „Looking Back at the Future“ und mehr!

Wie bei BTTF . com zu erfahren ist, will Universal kommenden Februar (am 10.02.2009, um genau zu sein) die 3 BTTF-Filme als „Special Editions“ neu herausbringen. „Special“ sind zunächst die Hochglanz-Verpackungen und das angekündigte Remastering (vermutlich von den neuen High Definition Masters, die später auch auf der Blu-Ray zu sehen sein werden). Teil 1 wird man aber auch eine zweite (Bonus-)Disc spendieren: Endlich wird zumndest ein Teil des lange erwarteten Dokumentarfilms „Looking Back at the Future“ (umbenannt in „Looking Back to the Future“ und wohl neu geschnitten, so dass im Moment nur auf Teil 1 bezogenes Material enthalten ist) mit brandneuen Interviews einem größeren Publikum zur Verfügung gestellt. Schon allein deswegen dürfte sich für Fans der USA-Import lohnen. Außerdem wird es auch noch das Filmmaterial von „Back to the Future – The Ride“ erstmals offiziell auf besagter Bonus-DVD geben; darüber hinaus ist das „berüchtigte“ BTTF-2-Special mit Leslie „Die Nackte Kanone“ Nielsen drauf. („Berüchtigt“ deswegen, weil damals zum ersten Mal das Gerücht gestreut wurde, die Hoverboards seien real.)
Wer geduldig ist, wartet allerdings auf die Blu-Rays – es ist davon auszugehen, dass das neue Bonusmaterial auch seinen Weg dorthin finden wird…

UPDATE: Bob Gale beantwortet die häufigsten Fragen zu dieser Neuauflage…
– Das Material von „…The Ride“ wurde so geschnitten, dass man sich die Pre-Show/Hintergrundinfos und den Hauptfilm jeweils mit zusammenhängender Handlung anschauen kann, ohne wie bisher die ganzen kleinen Einzelszenen zerstückelt zu sehen.
– Die mit Eric Stoltz gedrehten Szenen sind noch nicht dabei. Bob Gale betont, dass es NOCH nicht soweit sei: man wolle Eric nicht in einem schlechten Licht darstellen, weil er gute Arbeit geleistet habe, werde aber IRGENDWANN tatsächlich EINIGE der bewussten Filmausschnitte offiziell veröffentlichen.
– Die Blu-Rays haben noch kein festes Erscheinungsdatum; im Moment ist von 2009 ODER 2010 die Rede.

Update: DAS Buch. Lesen!

Nicht ganz umsonst überschreibt ein Rezensent seinen Kommentar zu Constantin Gillies „Extraleben“ mit „Zurück in die Zukunft“ (wieder einmal was für die Schublade „Kreative Überschriften“, aber naja…) – hier ist das Buch für die Generation, die den Spruch „God Save the Queen Komma Acht Komma Eins“ noch versteht und sich darüber schlapplachen kann (zusätzlich verstärkt durch die herrlich ratlosen Blicke eventueller Umstehender). Eine absolute Leseempfehlung auch für alle, die

  • bei „Raid Over Moscow“ tatsächlich auch mal aus dem Hangar gekommen sind
  • dreistimmige SID-Musik jedem „klassischen“ Konzert vorziehen (es sei denn, das Orchester spielt Hülsbeck oder Hubbard)
  • seit „War Games“ kein Tic Tac Toe mehr spielen („the only winning move is not to play“)
  • wissen, wofür SYS 64738 gut ist und auch problemlos andere Hex-Dez-Umwandlungen wie $C000->49152 im Schlaf herunterbeten können
  • ihre ganz eigene Theorie haben, warum der VIC-20 in Deutschland zum „Volks-Computer“ VC-20 wurde (Tipp: man spreche den ursprünglichen Namen als deutsches Wort aus und frage sich, ob Commodore mit dieser Assoziation hätte leben können)

…mit anderen Worten, Nerds wie uns.

Klickt hier drauf für die offizielle Seite zum Buch inkl. Leseproben. Das erste Kapitel dieses Buches gibt es außerdem auf der CD zum „Retro“-Magazin Nr. 8 in einer von Chris Hülsbeck (!!!) gelesenen Hörfassung.

UPDATE: Die Hörprobe gibt es hier zum Herunterladen.
Mittlerweile ist die Fortsetzung „Der Bug“ erschienen, die ich zwar schon hier liegen habe, aber wegen Arbeitsbelastung noch nicht lesen konnte. In der Zwischenzeit könnt ihr euch bei Oli schon ‚mal eine Rezension zu Gemüte führen.