UPDATE: Seit heute läuft die Abstimmungsperiode – wenn’s euch gefällt, wäre es toll, wenn ihr mir aufs Siegertreppchen helfen könntet 
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Nein, hier geht es (noch) nicht um den neuen “Planet der Affen”; vielmehr ist diese Bezeichnung das, was die Kgenmar in den Menschen sehen. Die Kgenmar sind reptil-humanoide Wesen, die – so behaupten sie es zumindest immer wieder – von ihrer Gottheit, dem Abwûn (Nominativ: das Abwûn, übrigens auch das aramäische “Vater Unser”), auf die Erde gesandt wurden, um den Planeten und mit ihm die Menschheit, die sich und ihn durch Kriege und Umweltverschmutzung an den Rand des Kollaps gebracht hat, zu retten. “Das Herz des Abwûn”, so der Titel des Debütromans von E.M. Jungmann, der eine weitere Entdeckung der epidu-Community darstellt, ist dabei zunächst die sprichwörtliche Schlangengrube: Mit grausamer Effizienz gehen die Kgenmar ihrer angeblichen Berufung nach, es gibt kaum ein menschliches “Fehl”-Verhalten, das nicht um irgendeine Ecke zur Todesstrafe führte, und die Menschen werden zwar nicht direkt versklavt, aber buchstäblich “an der kurzen Leine gehalten” (die Haustiermetapher wird schmerzlicher offenkundig, als die Protagonistin beim Abendessen einen Bissen Brot zugeworfen bekommt und die Fleischreste von einem Knochen nagen darf, die ihr “Herr” übrig gelassen hat). Der Leser begleitet die junge Ellen aus Dachnat-Kgenmar, die, wie es die Tradition verlangt, mit Einsetzen der Pubertät in die “Dienste” der Besatzer zu treten hat, auf einer “Reise” (vgl. Untertitel des Buches), die das Verhältnis zwischen Menschen und Kgenmar auf eine neue Ebene heben soll – unter anderem, indem sie zunächst widerwillig mit deren (zukünftigem) Anführer vermählt wird…
Insgesamt machte das auf epidu.de verfügbare “Versucherli”, das auch den Ausschlag zur Wahl in die Liste der zu veröffentlichenden Bücher gab, und die inspirierte Lesung eben jener ersten Seiten/Kapitel durch die sympathische Autorin mir das Buch wesentlich schmackhafter, als es die ganze “Mahlzeit” dann einlösen konnte: “Die Reise” wurde mir – eben wohl deswegen, weil ich mit erwähnter grundlegender Philosophie einfach nicht klar kam – insgesamt doch zu lang (während der unvermeidliche Endkampf mit “der Bösen” potterig schnell vorbei ist).Ich bedanke mich wieder einmal beim epidu-Verlag und bei bloggdeinbuch.de für die Vermittlung und Zurverfügungstellung eines kostenlosen Rezensionsexemplars.
Eine Sammlung von stilistisch hochwertigen Horror-Kurzgeschichten der gleichen Autorin könnt ihr übrigens im Kindle-Format günstig unter diesem Link erwerben; eine Hörfassung der Titelgeschichte “Karnivoren” kann man hier kostenlos herunterladen.
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Der Roman wird auf dem Klappentext übrigens als “Ideen-Thriller” bezeichnet, was insofern treffend ist, als neben der Haupthandlung eben immer wieder philosophiert wird, sei es über das Verständnis der Menschen von ihrer Geschichte oder das Wesen der Zeit allgemein – eins der Beispiele hat es mir besonders angetan, stellt der Autor doch den Vergleich zwischen einem Spiegel als Fenster in die unmittelbare Vergangenheit (schließlich brauchen Licht- und Nervensignale ja ein bisschen Zeit, bis sie in den Spiegel und wieder hinaus respektive von den Augen ins Gehirn gewandert sind und ich mein Spiegelbild wahrnehmen kann) und der leichten Zeitverzögerung, mit der Rundfunksender ihre Ausstrahlungen versehen, um gegebenenfalls z.B. verbale “Ausrutscher” ihrer Moderatoren abfangen zu können – meine Erfahrungen mit der entsprechenden Vorrichtung habe ich bereits selbst in einer Kurzgeschichte verarbeitet Ausstrahlungstermine:
Ab 23. Oktober 2011, jeweils sonntags, 19.30 Uhr, im ZDF
Ab 24. Oktober 2011, montags und dienstags, 20.15 Uhr, in ZDFneo
Titel/Themen:
1. Der große Aufbruch
2. Ewiges Rom
3. Abenteuer Mittelalter
4. Entdecker und Eroberer
5. Weltreiche und Revolutionen
6. Kriege und Supermächte
P.S.: Buch und CD sind bereits vorbestellbar – achtet dabei mal auf die Titelbilder: Bei der CD schlüpft nämlich Hape Kerkeling in die Rollen der auf dem Buch abgebildeten “originalen” historischen Gestalten! Wenn ich das richtig sehe, soll es wohl auch in der TV-Serie ein paar Gelegenheiten für seine Liebe zur Verkleidung geben…
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Um eines gleich vorwegzuschicken: So eine Geschichte ist schon oft erzählt worden – als Kurzgeschichte, als Komödie, als High-Tech-Krimi… und doch: So sehr hineingezogen hat mich lange keine mehr – vermutlich auch deswegen, weil die Form des 90-Minuten-Films, der Kurzgeschichte oder der TV-Miniserie das einfach nicht zulassen und nur ein ordentlicher, altmodischer Roman das kann. Und wenn er dafür schon im Taschenbuchformat über 400 Seiten braucht, die man trotz einer berufsbedingt ankonditionierten Abneigung gegen allzu “dicke Wälzer” nicht mehr aus der Hand legen kann, dann ist das ein verdammt gelungener Roman. Ich rede von “Jeder Tag endet mit dem Tod” von Michael Schröder, einer Entdeckung der “Community” des EPIDU-Verlags, den ich mir zunächst mit dem Stempel “‘…und täglich grüßt das Murmeltier’ als Krimi” im Kopf und daher “nur” einer durch mein Blog-Fachgebiet begründeten Neugier habe schicken lassen, der es aber rückblickend ganz eindeutig verdient hat, sich ein eigenes und umfassenderes Bild zu machen. Regelmäßige Leser wissen natürlich, dass ich die Art von Geschichte (Zeitreisen / Zeitschleifen) sehr gerne mag, weswegen ich immer wieder aufs Neue gespannt bin, wie sich andere, neue Figuren in der mir sehr vertrauten Situation verhalten werden, in die ich mich auch schon öfters selbst hineingedacht habe. Mithin bin ich nicht vorurteilsfrei und Teile dieser “Vorurteile” sind durchaus von gewissem Wohlwollen geprägt; man möge diese Rezension also keineswegs als den Versuch ansehen, ein gänzlich objektives Urteil abzugeben – was aber wohl auch nicht notwendigerweise die Absicht einer solchen ist… Aber Moment: Zeitsprung an den Anfang.
Die Gründer des EPIDU-Verlags (selbst eine besondere Erwähnung wert, handelt es sich doch um einen sogenannten “Web 2.0-Verlag”, bei dem eine “Community” über die Veröffentlichung von Werken v.a. neuer, bislang unbekannter Autoren mitbestimmen darf) betreiben eine nette kleine Plattform für Bloggerinnen und Blogger, die sich im weitesten Sinne mit Literatur beschäftigen. Die Webadresse lautet “bloggdeinbuch.de“, was es schon ganz gut beschreibt: In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verlagen können dort Rezensionsexemplare von Büchern geordert werden, die dann innerhalb eines Monats auf dem jeweiligen Blog besprochen werden sollen. Bloggdeinbuch.de vereinfacht dabei die Antragsformalitäten und sorgt über eine zentrale Besprechungs-Datenbank auch noch für die weitere Verbreitung der jeweiligen Rezensionen (von denen dort nur jeweils eine unvollständige Fassung zu lesen ist) und damit auch der betroffenen Blogs. Ich habe mich dort mal angemeldet, nachdem ich im Verzeichnis lieferbarer Bücher auf diesen Krimi mit der bekannten “ein Tag wiederholt sich immer und immer wieder, bis alles zu einem guten Ende kommt” – Thematik gestoßen bin, der ganz offensichtlich gut ins Hill Valley Blog passen würde.
Wie kaum eine andere Größe bestimmt die Zeit das Leben der Menschen. Schon früh haben Menschen erkannt, dass äußere Rhythmen – Tag und Nacht, Mondzyklen und Jahresverläufe – das Dasein beherrschen. Sie haben Kalender erfunden, um sich auf die Bedingungen einzustellen, und Uhren, um die Tage immer feiner zu unterteilen – in Stunden, Minuten, Sekunden.(gekürzte Pressemitteilung)
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In der Reihe “Bfi Film Classics” erschien unlängst eine wissenschaftliche Arbeit (auf Englisch) zu “Zurück in die Zukunft” in Buchform: Die Autoren, Professor Andrew Shail und der Doktorand Robin Stoate, “stellen den Film in den historischen Kontext Reagan-Amerikas und den kinematischen Kontext des “New New Hollywood” und der Regiekarriere Robert Zemeckis’. Sie diskutieren die Behandlung des Themas “Zeitreisen” im Film und dessen Darstellung der Möglichkeiten und Fallstricke von Wissenschaft und Atomenergie. Shail und Stoate beschäftigen sich mit den in ZidZ dargestellten Einstellungen der Teenager-Kultur der 80er und 50er Jahre, die im Film als eine Periode zu sehen sind, in der die traditionellen “amerikanischen” Werte und Geschlechterrollen dominierten, sehr zum Vorteil des Familien und Gesellschaftslebens, im Gegensatz zu dem problematischeren Jahrzehnt, in dem Marty McFly seine Zeitreiseabenteuer beginnt.” (Pressetext; eigene Übersetzung)
Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des ersten Films erschien Anfang Juni noch eine weitere Sammlung “kritischer Essays” unter dem Titel “The Worlds of Back to the Future” herauskommen – ich zitiere ebenfalls ‘mal den Pressetext: “Als eine kritische Untersuchung des kulturellen, kinematischen und historischen Kontexts der Zurück in die Zukunft”-Trilogie bietet dieses Buch eine vielschichtige Diskussion der Trilogie aus der Sicht mehrerer interdisziplinärer Wissenschaften, darunter Philosophie, Musik, Populärkultur sowie Medien- und Geschlechterwissenschaft. Themen umfassen die sexuelle Symbolik in der Trilogie und die ödipalen Elemente des ersten Films; Nostalgie und Vorstadt im kulturellen Klima der 80er; die schauspielerischen Leistungen; die emotionale und erzählerische Kraft der Filmmusik; postmoderne sowie Anspielungen auf das Genre des Westernfilms; die Rolle der Frauen in der Trilogie; und die Lacansche Philosophie in der Charakterisierung von Doc Brown und George und Marty McFly.”
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